Heike Segeler kümmert sich im Rathaus um Tourismus und Veranstaltungen
Nur wenig Zeit für ganz viele Ideen

Metelen -

H

Mittwoch, 07.04.2021, 06:00 Uhr
Heike Segeler kümmert sich im Rathaus im Rahmen einer 450-Euro-Stelle um die Bereiche Tourismus und Veranstaltungen. Die Metelenerin, die seit 27 Jahren in der Touristikbranche aktiv ist,
Heike Segeler kümmert sich im Rathaus im Rahmen einer 450-Euro-Stelle um die Bereiche Tourismus und Veranstaltungen. Die Metelenerin, die seit 27 Jahren in der Touristikbranche aktiv ist, Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die Vechtegemeinde in den Fokus potenzieller Besucher rücken ist seit einigen Monaten die Aufgabe von Heike Segeler. Sie hat in der Nachfolge von Antje Schmies-Hoffmann im Rathaus das Ressort für Tourismusförderung und auch für Veranstaltungen im Ort übernommen – Aufgaben, die ganz viel Kreativität und Kommunikationsvermögen fordern.

Beides bringt die 45-Jährige mit und dazu mehr als 27 Jahre Berufserfahrung in der Tourismusbranche. „Das hier ist ja nur ein Nebenjob“, sagt die Metelenerin, und es klingt ein wenig, als bedauert sie, nicht mehr Zeit für ihren Heimatort zu haben. Denn der Job im Rathaus hat nur ein begrenztes Zeitkontingent. Lediglich an einem Tag in der Woche ist Heike Segeler in der Verwaltung tätig. Sie teilt sich das Büro mit Gemeindearchivarin Sabine Jarnot und zieht hier die Fäden, um Metelen so bekannt zu machen, dass Besucher den Ort als lohnenswertes Ziel entdecken.

Der Start in der Corona-Zeit war kein leichter: „Es ist schade, dass ich mich bei den Vereinen noch nicht persönlich vorstellen konnte“, bedauert sie, dass Kontakte derzeit vornehmlich über Videokonferenzen stattfinden. „Dabei sind die Vereine im Ort diejenigen, die mit ihrem kreativen Potenzial ganz entscheidend dazu betragen, Metelen noch attraktiver zu machen“, weiß Heike Segeler um die Stärken der vielen ehrenamtlich Aktiven. Als Beispiele aus der jüngsten Zeit nennt sie Projekte des Marketingvereins „Wir sind Metelen“: den Wallweg und die Minigolfanlage.

Dieses Potenzial nach außen zu tragen ist die Aufgabe der Metelenerin. Dabei arbeitet sie eng mit den Tourismusverbänden im Kreis Steinfurt und im Münsterland zusammen. Deren digitale Plattformen zu „füttern“ ist eine der Aufgaben, die zum Pflichtprogramm der Rathaus-Mitarbeiterin gehört. „Wir versuchen, Metelen herauszustellen“, so der Ansatz in diesem Bereich. Alleinstellungsmerkmale wie der Wallweg sind da natürlich ideal, um Aufmerksamkeit bei Besuchern zu wecken.

Zum Alltagsgeschäft gehört auch, die beiden überörtlichen Radrouten, die durch den Ort führen, zu bewerben, zu erhalten oder sogar zu verbessern. Die Aa-Vechte-Route und die Vechtetalroute sind bei Radtouristen beliebt und auch vom ADFC klassifiziert. In diesem oder dem kommenden Monat soll eine Rezertifizierung stattfinden – da gilt es, etwa die Rastmöglichkeiten für Pedal-Urlauber in den Fokus zu nehmen.

An Ideen mangelt es Heike Segeler nach eigener Aussage nicht, aber an der nötigen Zeit. Nach und nach sollen die Konzepte angegangen werden. Derzeit steht der Heimatpreis im Blickpunkt. Dieser soll in diesem Jahr dank der Förderung durch die Landesregierung erstmalig ausgelobt werden. Ein Gremium aus der Bürgervertretung hat sich bereits Gedanken über einen Kriterienkatalog gemacht, anhand dessen Projekte örtlicher Vereine, aber auch von Einzelpersonen, bewertet werden sollen. Die Fäden laufen auch hier bei Heike Segeler zusammen. „Metelen hat viel Potenzial“, ist sich die 45-Jährige sicher, die den Ort als „Poalbürgerin“ aus dem Effeff kennt.

Sie weiß aufgrund ihrer langjährigen beruflichen Tätigkeit aber auch, was die Menschen von ihren Urlaubs- oder Ausflugszielen erwarten. Die gelernte Reiseverkehrskauffrau, die auch fünf Jahre lang als Reiseleiterin in Griechenland und Spanien arbeitete und hauptberuflich im Vertrieb eines großen Reiseveranstalters arbeitet, hat sich im Rahmen eines Fernstudiums ebenfalls mit Tourismusförderung beschäftigt.

Zum zweiten Arbeitsschwerpunkt von Heike Segeler, nämlich die Organisation großer Veranstaltungen im Ort, gibt es Berührungspunkte. Die Organisation des Fettmarktes lag viele Jahre lang in den Händen von Antje Schmies-Hoffmann. Auf deren Erfahrung und Kontakte greift die Neue im Rathaus gerne zurück. „Ich werde den Markt in diesem Jahr gemeinsam mit ihr vorbereiten“, blickt sie optimistisch in die Zukunft – auch in dem Jahr, in dem Corona immer noch bedrohlich über der Reise- und Veranstaltungsbranche schwebt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7903054?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker