Bernhard Bußmann fotografiert das faszinierende Island
Eine explosive Leidenschaft

Münster -

Bernhard Bußmann fotografiert, seitdem ihm seine Oma zur Kommunion ein Knipskästchen geschenkt hat. Eindrucksvolle Bilder hat der 67-Jährige von der Vulkaninsel Island mitgebracht und ist dafür übers Feuer geflogen.

Samstag, 18.10.2014, 10:00 Uhr
Was für ein gewaltiges Naturschauspiel! Bernhard Bußmann machte vom Fliegerfenster aus eindruckvolle Bilder der Eruptionsspalte, nachdem der Vulkan Bárðarbunga Feuer gespuckt hatte.
Was für ein gewaltiges Naturschauspiel! Bernhard Bußmann machte vom Fliegerfenster aus eindruckvolle Bilder der Eruptionsspalte, nachdem der Vulkan Bárðarbunga Feuer gespuckt hatte. Foto: Bußmann

Er hat vulkanisches Feuer von oben gesehen, Lavaflächen mit Seen, Flüssen und Kratern bestaunt, die so groß sind wie Millionenstädte. Und auch Schwefel gerochen. Es war kein Höllenflug, als er ein Naturschauspiel erster Güte fotografierte und dabei das Gefühl hatte, „der Erdgeschichte ganz nah zu sein“. In Bernhard Bußmann brennt die Leidenschaft für Island . Und wenn sie ausbricht, geht es im Direktflug mit seiner Ehefrau Annette von Frankfurt nach Reykjavik.

Münsteraner hält Naturgewalt fest

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  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann
  • Eindrucksvolle Aufnahmen von einem Lavafeld im isländischen Hochland nach dem jüngsten Vulkanausbruch Foto: Bernhard Bußmann

„Wir hatten schon immer ein Faible für nordische Länder“, erzählt der 67-jährige Ruheständler aus Angelmodde, der sich in Island richtig wohl fühlt. Über 30 Jahre war er als Altenhilfe­referent beim Caritasverband am Kardinal-von-Galen-Ring tätig und ging im Dezember 2009 in Altersteilzeit. „Ich brauche keinen Urlaub mehr zu beantragen“, schmunzelt Bußmann, der zwei Legislaturperioden in der CDU-Riege der Bezirksvertretung Südost kommunalpolitisch agierte.

Bernhard Bußmann war 1990 das erste Mal auf der Vulkaninsel, die ihn schon immer reizte. Auf einer Briefmarke aus dem Jahr 1948 war der Vulkanausbruch von Hekla abgebildet. „Das ist mir nie mehr aus dem Kopf gegangen.“

Indien, Vietnam, Kambodscha – nach einer zehnjährigen Island-Pause, in der Asien bereist wurde, stand die Vulkaninsel wieder ganz oben an. Das Paar zieht es zu jeder Jahreszeit nach Island.

Am 16. September wurde es unterm Sitz im Flieger sogar richtig warm, als er mit 18 Mann an Bord von Akureyri aus zur rund 100 Kilometer entfernten Eruptionsspalte der Holuhraun düste und jeder einen Fensterplatz hatte. Der Pilot sei für den tollen Ausblick Achterschleifen geflogen, schwärmt Bußmann von dem überwältigenden Erlebnis. „Holuhraun ist ein Lavafeld im isländischen Hochland nördlich des Vatnajökull, das durch Spalteneruptionen entstanden ist“, informiert der Island-Kenner. Er spricht einige Brocken der Landessprache, die eine Mischung aus Keltisch, Schwedisch, Englisch und Norwegisch sei.

Bußmann, der sich der Fotografie und der Aquarellmalerei verschrieben hat, brachte beeindruckende Fotos mit von dem lodernden Lavafeld in der gottverlassenen Gegend. In der Nacht vom 28. auf den 29. August habe die Spalteneruption in Holuhraun begonnen – am nördlichen Ende eines 25 Kilometer langen unterirdischen Magmakanals –, der sich seit dem 16. August von dem Vulkan Bárðarbunga aus nach Nordosten bewegt habe. „Die Lavafontänen erreichen eine Höhe von rund 100 Metern, Dampf steigt einige Hundert Meter auf.

Die Eruptionsspalte ist eineinhalb Kilometer lang, und aus dem zentralen Teil der Spalte tritt auf einer Länge von bis zu 800 Metern kontinuierlich Lava aus“, berichtet der Landschafts-Fotograf. Im St.-Josef-Stift in Sendenhorst und in der Raphaelsklinik hat er in der Vergangenheit seine faszinierenden Werke präsentiert. Darunter aus dem kleinen Himalayastaat Bhutan.

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