Di., 09.12.2014

Keine Zusage an Studentenverbindungen Ruderer kommen auch nicht ins Rathaus

 

  Foto: Oliver Werner

Münster - 

Nach der Studentenverbindung Rhenania sollten sich nun auch der Akademische Ruderverein Westfalen und die Landsmannschaft Sorabia-Westfalen auf die Suche nach anderen Räumlichkeiten als das Rathaus für ihre Feierlichkeiten machen. Ein linkes Ratsbündnis unter Führung von Rot-Grün stellte die Raumvergabe in die Zeit.

Von Ralf Repöhler

Nachdem bereits eine linke Ratsmehrheit der schlagenden Studentenverbindung Rhenania eine Festveranstaltung im Rathaus/Stadtweinhaus verwehrt hatte, sollen auch der Akademische Ruderverein Westfalen und die Landsmannschaft Sorabia-Westfalen erst einmal draußen bleiben. Der Hauptausschuss fasste unter der Federführung von SPD, Grünen und Linken diesen Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung. Danach soll die Entscheidung über die externe Raumvergabe zurückgestellt werden – zumal beide Veranstaltungen erst Ende 2016 stattfinden sollen. Rot-Grün geht es darum, dass die Stadt neue Richtlinien erarbeitet, die mögliche Nutzer, bei denen Frauen nicht Mitglied werden können, ausschließt.

Oberbürgermeister Lewe (CDU) hatte den Beschluss, der Studentenverbindung Rhenania das Rathaus für eine Festveranstaltung zu verwehren, beanstandet. Am Mittwoch wird der Rat noch einmal im nichtöffentlichen Teil darüber zu entscheiden haben. Bleiben SPD, Grüne und Co. bei ihrem ersten Votum, der Studentenverbindung unter Verweis auf angebliche Frauenfeindlichkeit den Festsaal zu verwehren, wird wohl die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde eingeschaltet. Gut möglich, dass der Regierungspräsident dann auch darüber entscheidet, ob der Ruderverein und Sorabia-Westfalen im Rathaus feiern dürfen.



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