Preußen-Spiel gegen Dynamo Dresden
Wasserwerfer sollen abschreckend wirken

Münster -

Die Preußen erwarten am Sonntag Dynamo Dresden in Münster. Wasserwerfer sollen die Fans aus Sachsen davon abhalten, in der Gastgeber-Stadt für Ärger zu sorgen.

Freitag, 30.01.2015, 10:41 Uhr aktualisiert: 30.01.2015, 10:59 Uhr
Wasserwerfer – hier ein Fahrzeug der Hamburger Polizei – stehen am Sonntag am Preußen-Stadion.
Wasserwerfer – hier ein Fahrzeug der Hamburger Polizei – stehen am Sonntag am Preußen-Stadion. Foto: dpa

Die münsterische Polizei rüstet für die Drittliga-Begegnung zwischen dem SC Preußen und Dynamo Dresden an diesem Sonntag (Anpfiff: 14 Uhr) auf. Zwei Wasserwerfer sollen unübersehbar vor dem Stadion an der Hammer Straße postiert werden und so den Fans aus Sachsen klar machen, was sie erwartet, wenn sie sich danebenbenehmen, so Behördensprecher Roland Vorholt. Dass die Polizei Wasserwerfer auffahren lässt, sei eine „absolute Seltenheit“. Er könne sich nicht erinnern, wann dies zuletzt in Münster der Fall gewesen ist, sagt Vorholt.

In der Vergangenheit waren Anhänger von Dynamo Dresden wiederholt durch hohe Gewaltbereitschaft aufgefallen. Der DFB bewertet die Partie am Sonntag daher als „Brisanzspiel“. Entsprechend umfassend bereiten sich Polizei und Bundespolizei, aber auch die Preußen vor. „Wir werden statt der üblichen 100 bis 120 Ordner mehr als 250 Ordner einsetzen“, so Roland Böckmann, Sicherheitsbeauftragter des Vereins. 2100 Karten seien an Dresden-Fans verkauft worden, damit sei der Gäste-Block im Stadion voll. Laut Böckmann werden die Dynamo-Anhänger von heimischen Polizisten begleitet, die problematische Anhänger kennen und besonders im Blick haben.

Vorbereitung auf gewaltbereite Fans

Bis zu 300 Risiko-Fans – besonders aggressive Anhänger, die zu Gewalt neigen können – werden womöglich nach Münster kommen, sagt die Bundespolizei. „Darauf werden wir vorbereitet sein“, so Sprecher Peter Kerstiens. 42 Fans aus Dresden brauchen gar nicht erst anzureisen – gegen sie wurde ein „Bereichsbetretungsverbot“ verhängt, sagt Vorholt.

Die Bundespolizei wird die Fans am Bahnhof empfangen, wobei Dynamo-Anhänger – etliche von ihnen auch aus der näheren Umgebung – das Gebäude nur durch den Nordtunnel verlassen sollen. Bei Ankunft und Abfahrt der Fans kann es rund um den Bremer Platz vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen kommen, warnt das Ordnungsamt. So werde es kurzfristige Sperrungen an der Bremer Straße geben, der Taxi-Stand wird von 10 bis 13 und ab 16 Uhr zur Einmündung Hamburger Tunnel verlegt.

Unklar ist, wann und mit welchen Verkehrsmitteln die Fans aus Sachsen anreisen. Für die Nutzung des preisgünstigen Nahverkehrs sei die Entfernung wohl zu groß, betont die Polizei. Sie rechnet daher nicht damit, dass der Bahnhof von Fan-Massen geflutet wird. Das dürfte eine Woche später anders sein – dann spielt der VfL Osnabrück in Münster, dessen Fans bevorzugt mit dem Zug anreisen.

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