Braunschweiger Karnevalszug abgesagt
Karnevalisten in Münster schockiert über Terror-Gefahr

Münster - Münsterische Karnevalisten zeigen sich bestürzt über die heute veröffentlichte Nachricht über die Absage des Karnevalszuges in Braunschweig. Norddeutschlands größter Karnevalszug wurde abgesagt , weil es konkrete Hinweise auf Anschläge gegeben haben soll.

Sonntag, 15.02.2015, 13:33 Uhr aktualisiert: 16.02.2015, 10:43 Uhr
Festumzug in Braunschweig wegen Terror-Gefahr abgesagt. Foto: dpa
Die Polizei hat den Festumzug in Braunschweig kurzfristig abgesagt. Es soll konkrete Hinweise auf eine Anschlagsgefahr geben. Foto: Peter Steffen/dpa

Nur wenige Minuten, bevor Prinz Paul zum mittäglichen Sturm auf das Rathaus ansetzte, verbreitete sich die Nachricht über die Absage des Karnevalszuges in Braunschweig wie ein Lauffeuer auf dem Prinzipalmarkt. „Wir sind mit unseren Gedanken bei den Braunschweigern“, sagte Rolf Jungenblut, Vorsitzender des Bürgerausschusses Münsterschen Karnevals. Gemeinsam mit Zugkommandant Gerd Meier betonte Jungenblut, dass für Münsters Rosenmontagszug keinerlei Gefährdungspotenzial bestehe. „Wir haben keinen solchen Hinweis erhalten und gehen fest davon aus, dass die Wagen rollen“, sagte Jungenblut. Obwohl für Prinz Paul die Rathaus-Erstürmung einer der schönsten Tage im Leben ist, hatte er ein offenes Ohr für die mögliche Terrorgefahr in Braunschweig. „Ich bin darüber sehr bestürzt, hoffe aber, dass diese Absage ein lokales Ereignis bleibt.“

Die Absage tut uns für die Stadt Braunschweig und die Karnevalisten dort unendlich leid.

Prinzen-Adjutant Andreas Wissing

Die Polizei in Münster bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Absage des Festumzugs in Braunschweig keine Auswirkungen auf den Rosenmontagszug in Münster haben wird. Die Polizei in NRW sieht keine veränderte Sicherheitslage für die großen Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf. "Wir haben keine Hinweise auf Bedrohungen", sagte am Sonntag ein Sprecher des NRW-Innenministeriums . Die Polizei sei aber sensibilisiert.

 

Karnevalszug in Braunschweig abgesagt

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  • Polizeibeamte sichern am 15.02.2015 den leeren Rathausplatz in Braunschweig

    Foto: Peter Steffen
  • Sebastian (23), verkleidet als Terrorist mit "Sprengstoffgürtel" aus Energy-Drinks, steht am 15. Februar neben Polizisten in Braunschweig (Niedersachsen). Der Karnevalszug in Braunschweig wurde wegen einer Terrorwarnung kurzfristig abgesagt. Sebastian fand sein Kostüm selbst etwas unpassend. „Aber das hätte ja niemand ahnen können,“ sagte der 23-Jährige.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Jecken in Braunschweig.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Julian Stratenschulte
  • Polizisten und Organisatoren des Karnevalsumzugs

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Der abgesperrte Rathausplatz

    Foto: Peter Steffen
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Peter Steffen
  • Polizeibeamte sichern den leeren Rathausplatz in Braunschweig

    Foto: Peter Steffen
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Peter Steffen
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Peter Steffen
  • Abgesperrter Rathausplatz in Braunschweig

    Foto: Peter Steffen
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Peter Steffen
  • Karnevalszug in Braunschweig abgesagt Foto: Peter Steffen

 

Wir sind bei der Themensetzung sehr vorsichtig gewesen. Da ist kein Motto dabei, das zu Problemen führen könnte.

Zugkommandant Gerd Meier
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