Ticketpreise
Wann sich ein Abo lohnt

Münster -

Die einen haben einen Firmenabo. Die anderen wünschen sich eines für Teilzeitjobber. Hier ein paar Beispiele dafür, wann sich welches Ticket lohnt.

Dienstag, 21.04.2015, 01:00 Uhr
Bequem einsteigen und losfahren - für viele Pendler gibt es aber auch die Frage nach dem richtigen Tarif. 
Bequem einsteigen und losfahren - für viele Pendler gibt es aber auch die Frage nach dem richtigen Tarif.  Foto: Peter Beckmann

Florian Adler, Stadtwerke: Auch wer nur zwei oder drei Tage die Woche arbeitet, fährt mit Abo schnell günstiger als mit Einzeltickets, wenn er regelmäßig Bus und Bahn nutzt. Letztlich hängt das beste Ticket von persönlichen Nutzungsprofil ab. Wie hoch die Kostenersparnis gegenüber dem Pkw ist, lässt sich online errechnen.

Am Beispiel von Herrn Jasper (Preisstufe 6 nach Rheine): Das Einzelticket kostet 9,50 Euro. Das JobTicket liegt bei 122,57 Euro, das reguläre Abo bei 140,08 Euro). Ein Abo rentiert sich, sobald er 15 einzelne Fahrten im Monat macht (also an acht Tagen pro Monat hin und zurück fährt): 9,50 Euro * 15 Fahrten = 142,50.

Beim JobTicket lohnt es sich bereits ab 13 Fahrten, also sieben Tagen. Fährt er regelmäßig nach 9 Uhr los, kostet das Abo nur 87,76 Euro und rentiert sich bereits nach fünf Tagen.

Bei Frau Sporket in Preisstufe 3 lohnt sich das Abo ab zehn Tagen, ein Firmenabo ab neun Pendel-Tagen im Monat. Im 9UhrAbo lohnt es sich ab sieben Tagen.

Für Kunden innerhalb Münsters gibt es das FlexAbo. Es kostet 30 Euro im Monat und beinhaltet alle Fahrten im Stadtgebiet ab 8 Uhr. Wer vor 8 Uhr fährt, zahlt einen Euro Aufpreis bis der die Obergrenze von 45 Euro (Preis eines Monatsabos) erreicht hat.

Dazu gilt die Mitnahmeregelung des JobTickets als Vorteil: montags bis freitags ist ab 19 Uhr die Mitnahme von einem Erwachsenen und bis zu drei Kindern (6-14 Jahre) eingeschlossen. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen gilt das sogar ganztägig.

Münster

Frau Sporket ärgert es, dass ihr Mann (bei der Uni beschäftigt) für 65 Euro ein FirmenAbo hat, sie aber für eine Monatskart 87,50 Euro bezahlen müsste. Warum ist das so? Was kann Sie tun?

Britta Sporket fährt in Telgte Fahrrad bis zur Bushaltestelle. Foto: bn

Das JobTicket (früher FirmenAbo) ist ein gegenüber dem Monatsabo nochmals vergünstigtes Angebot. Dieses Angebot gilt für Firmen, in denen mindestens 30 Beschäftigte sich für das JobTicket entscheiden. Die Kunden profitieren so von einer Art „Großkundenrabatt“. Gleichzeitig profitieren die Stadtwerke aber auch, da die Bezahlung der Abos gesammelt über den Arbeitgeber läuft.

Kleine Firmen gemeinsam

Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine Bezugsgemeinschaft zu gründen, das heißt: Mehrere kleinere Firmen schließen sich zusammen, wobei eine Firma als Besteller und abwickelndes Unternehmen die entsprechenden Verwaltungstätigkeiten, den Rechnungsempfang und auch den Zahlungsverkehr für das JobTicket übernimmt. Aus jedem an der Bezugsgemeinschaft teilnehmenden Unternehmen wird hier eine Mindestbeteiligung von fünf Abonnenten vorausgesetzt.

Sparen mit Abo

Auch wer mit dem normalen MonatsAbo unterwegs ist, spart aber bereits deutlich gegenüber MonatsTickets.

Von Telgte Mitte (Preisstufe 3) aus kostet das JobTicket 61,25 Euro, das normale Abo 70 Euro und eine Monatskarte 87,50 Euro. Sofern sie regelmäßig erst nach 9 Uhr fährt, kostet das 9UhrAbo nur 48 Euro.

Herr Jasper hat beim Kreis Steinfurt nachgefragt, ob es dort ein Firmen-Abo gibt. Gibt es nicht. Sind große Betriebe noch nicht nahverkehrs-affin? Was kann man da tun?

JobTicket

Voraussetzung für das JobTicket der Stadtwerke Münster ist es, dass der Arbeitgeber mit Hauptsitz oder mindestens einer Niederlassung/Filiale in Münster hat, daher können wir nur für das Stadtgebiet sprechen. Viele große Betriebe beteiligen sich in Münster am JobTicket, unser Vertrieb spricht regelmäßig potentielle Neukunden-Betriebe an und wirbt dafür, dem JobTicket beizutreten. Wenn der Kreis Steinfurt seinen Arbeitnehmern das JobTicket anbieten möchte, kann er sich gern an die Regionalverkehr Münsterland wenden.

Natürlich kann der Impuls auch aus der Belegschaft oder vom Betriebsrat kommen, der das Unternehmen animiert, auf die RVM bzw. in Münster auf uns zugehen. 30 Angestellte, die das Ticket nutzen wollen, sind dafür nötig.

Frau Sporket und Herr Jasper arbeiten nur an wenigen Tagen in der Woche. Welche Lösungen gibt es für die vielen Teilzeitjobber, günstig Bus und Bahn zu fahren?

Vorteil für Teilzeitjobber

Auch wer nur zwei oder drei Tage die Woche arbeitet, fährt mit einem Abo schnell günstiger als mit Einzeltickets, wenn er regelmäßig Bus und Bahn nutzt. Dazu kommen die Freizeitfahrten und weitere Vorteile im Abo. Letztlich hängt das beste Ticket von persönlichen Nutzungsprofil ab. Dazu beraten die Stadtwerke im Mobilé am Hauptbahnhof.

Wie hoch die Kostenersparnis gegenüber der Fahrt mit dem Pkw ist, lässt sich online errechnen (Hier klicken!) errechnen.

Münster - Rheine

Klaus Jasper hätte gerne auch ein Firmenabo. Foto: BNg

Am Beispiel von Herrn Jasper (Preisstufe 6 nach Rheine): Das Einzelticket kostet 9,50 Euro. Das JobTicket liegt bei 122,57 Euro, das reguläre Abo bei 140,08 Euro).

Das heißt, dass sich ein Abo rentiert, sobald er 15 einzelne Fahrten im Monat macht (also an acht Tagen pro Monat hin und zurück fährt): 9,50 Euro * 15 Fahrten = 142,50. Beim JobTicket lohnt es sich bereits ab 13 Fahrten, also sieben Tagen. Fährt er regelmäßig erst nach 9 Uhr los, kostet das Abo nur 87,76 Euro und rentiert sich bereits nach fünf Tagen.

Münster - Telgte

Bei Frau Sporket in Preisstufe 3 lohnt sich ein reguläres Abo ab zehn Tagen, ein Firmenabo ab neun Pendel-Tagen im Monat. Im 9UhrAbo lohnt es sich bereits ab sieben Tagen.

Für Kunden innerhalb Münsters gibt es außerdem das FlexAbo. Es kostet 30 Euro im Monat und beinhaltet alle Fahrten im Stadtgebiet ab 8 Uhr. Wer vor 8 Uhr fährt, zahlt einen Euro Aufpreis bis der die Obergrenze von 45 Euro (Preis eines Monatsabos) erreicht hat. Hier kann der Fahrgast durch sein Fahrverhalten letztlich auch die Kosten steuern.

Auch in der Freizeit nutzbar

Dazu kommt beim Abo, dass sämtliche Freizeitfahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort bereits eingeschlossen sind. Dazu gilt die Mitnahmeregelung des JobTickets als weiterer Vorteil: montags bis freitags ist ab 19 Uhr die Mitnahme von einem weiteren Erwachsenen und bis zu drei Kindern (6-14 Jahre) eingeschlossen. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen gibt es diese Möglichkeit sogar ganztägig.

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