Westfälische Friedensspiele
Wettkämpfe an barrierefreien Sportstationen

Münster -

Die Teams trugen T-Shirts in passenden Farben, die Rollstuhlfahrer waren in den Startlöchern. Es war kurz nach 10 Uhr auf dem Sportgelände des DJK-Bildungszentrums, und es fehlten nur noch wenige Minuten, bis der Startschuss zum 50-Meter-Lauf fiel. Nach drei Jahren Pause fanden jetzt wieder Westfälische Friedensspiele statt.

Montag, 15.06.2015, 21:23 Uhr aktualisiert: 16.06.2015, 14:41 Uhr
Mit 460 Teilnehmern gingen die 13. „Westfälischen Friedensspiele“ auf dem Sportgelände des DJK-Bildungszentrums über die Bühne.
Mit 460 Teilnehmern gingen die 13. „Westfälischen Friedensspiele“ auf dem Sportgelände des DJK-Bildungszentrums über die Bühne. Foto: ju

Bereits zum 13. Mal wurede das bunte Spiel- und Sportfest ausgetragen – dieses Jahr in besonders internationaler Atmosphäre mit insgesamt 460 Teilnehmern. Neben Gruppen aus Bielefeld , Ahlen und Beckum waren auch Werkstätten und Sportgruppen aus Hardenberg in den Niederlanden sowie aus Münsters britischer Partnerstadt York am Start. Das durch die EU geförderte Projekt soll das Thema Inklusion einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und so ein Zeichen für ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung setzen. Die münsterischen Veranstalter schafften dies auf eine bunte Weise: Zum Auftakt des Festes liefen alle Teilnehmer in bunten T-Shirts zusammen mit Maskottchen Karli, wie bei den olympischen Spielen auf dem Sportplatz ein und nahmen an einem gemeinsamen Aufwärmtraining teil. Im Mittelpunkt stand nämlich der Spaß, alle Stationen sollen barrierefrei und einfach zugänglich sein und eine gemeinsame Teilnahme aller ermöglichen.

Besonders stolz waren die Organisatoren auf die Yorker Teilnehmer. Diese luden zu Probefahrten auf Fahrrädern ein, mit denen auch Rollstuhlfahrer unterwegs sein können.

Das Sportfest bot verschiedene Stationen für Kinder und Erwachsene mit oder ohne Behinderung, und war eine Mischung aus Spiel und Sport. Die Wettkämpfe wurden beim 50-Meter-Lauf und dem Standweitsprung ausgetragen, bei denen es am Ende Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zu gewinnen gab.

Betreut wurden die einzelnen Stationen von mehr als 200 ehrenamtlichen Helfern, die zum Teil Mitarbeiter der DJK sowie der Lebenshilfe Münster sind. Aber auch Schüler der Hildegardisschule, der Evangelischen Sozialpädagogischen Ausbildungsstätte Münster sowie der Josef-Pieper-Schule aus Rheine überlegten sich Spielstationen, um das Fest abzurunden.

Seit 1998 steht das Sportfest unter dem Motto „Westfälische Friedensspiele “ – Oberbürgermeister Markus Lewe, der zum Sportfest per Fahrrad kam, betonte in seiner kurzen Rede, dass alle Sporttreibenden ein Zeichen der Gemeinsamkeit und so ein Zeichen des Frieden setzten.

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