Tödlicher Unfall
Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen FDP-Politiker

Münster -

Noch in diesem Sommer soll vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen den ehemaligen Vizepräsidenten des EU-Parlaments, Alexander Alvaro, beginnen. Der FDP-Politiker soll in der Nacht zum 23. Februar 2013 auf der Autobahn 1 zwischen Burscheid und Leverkusen einen Unfall verursacht haben, bei dem ein 21-jähriger Student aus Münster ums Leben kam.

Donnerstag, 09.07.2015, 09:51 Uhr
Der ehemalige Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Alvaro, ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden.
Der ehemalige Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Alvaro, ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Foto: dpa

Laut Staatsanwaltschaft war Alvaro mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und war gegen den nach einem Unfall quer auf der Fahrbahn stehenden Pkw des Studenten geprallt.

Alvaro soll mit seiner Audi-Limousine zwischen 160 und 190 km/h schnell unterwegs gewesen sein, mit 110 km/h wäre laut Staatsanwaltschaft der Zusammenprall vermieden worden. Die zwei Beifahrer im Wagen des Studenten und der Politiker wurden bei dem Zusammenprall schwer verletzt. Die Immunität von Alvaro ist vom EU-Parlament aufgehoben worden, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

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