Umfassende Erneuerung geplant
Sanierungsfall Südpark

MÜNSTER -

Der Zahn der Zeit hat am Südpark genagt, sagt das Grünflächenamt. Die beliebte Erholungsfläche soll daher in den nächsten Jahren umfassend saniert werden – inklusive Wasserbecken und Sportbereiche. Die Bürger sollen dabei eng eingebunden werden. 

Donnerstag, 20.08.2015, 07:48 Uhr aktualisiert: 20.08.2015, 12:34 Uhr
Auf den ersten Blick schön, auf den zweiten Blick ein Sanierungsfall: der Südpark (im Hintergrund die Josefskirche). Die Stadt plant nun umfassende Erneuerungsmaßnahmen.
Auf den ersten Blick schön, auf den zweiten Blick ein Sanierungsfall: der Südpark (im Hintergrund die Josefskirche). Die Stadt plant nun umfassende Erneuerungsmaßnahmen. Foto: Oliver Werner

Das Wasserbecken hat Risse. Die Pflanzen sind zum Teil überaltert, die Vegetationsflächen lückenhaft. Die Wege sind abgenutzt. „Der Zahn der Zeit hat am Südpark genagt“, stellt Jörg Hoffmann vom Grünflächenamt ernüchtert fest. Die beliebte Erholungsfläche soll daher in den kommenden Jahren umfassend erneuert werden – unter Beteiligung der Bevölkerung, die sich hier so gerne aufhält.

Die gute Nachricht lautet also: Die Menschen dürfen sich auf einen neuen Südpark freuen. Die weniger gute: Sie werden sich gedulden müssen. Frühestens 2017 sollen die ersten Baumaßnahmen starten. Wann die letzten Bagger abrücken, ist unklar, sagt Jörg Hoffmann. Denn die Erneuerung der Erholungsfläche wird eine Menge Geld kosten. Mindestens eine Million Euro, hat das Grünflächenamt ausgerechnet.

Der Südpark

Zwischen 1860 und 1945 befand sich auf dem Südpark-Gelände eine preußische Kaserne. Während des Zweiten Weltkrieges wurde diese wiederholt bombardiert. Von 1976 bis 1979 entstand der Park als zeittypische Grünanlage eines Stadtquartiers. Heute hat er eine wichtige soziale und kulturelle Bedeutung für die umliegenden Wohnquartiere.

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Fast 40 Jahre alt ist der Südpark inzwischen. Zwischen 1976 und 1979 war er auf einem ehemaligen Kasernengelände errichtet worden, das nach dem Zweiten Weltkrieg provisorisch als Gewerbegebiet diente. 2014 wurde der Park nach Kampfmitteln durchsucht, nachdem sich bei Bauarbeiten am Rande des Geländes Verdachtsmomente ergeben hatten. Es wurden jedoch keine Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Von Anfang an war der Park bei der Bevölkerung beliebt. „Doch mittlerweile lassen sich eindeutig Spuren seines Alters und der starken Nutzung erkennen“, stellt Jörg Hoffmann fest. Unter anderem müssen die Wege saniert werden. Auch zahlreiche Vegetationsflächen sollten überarbeitet werden. Zudem stehe die Sanierung und Umgestaltung des Wasserbeckens an. Durch zahlreiche Risse verschwinde inzwischen das Wasser in den Boden. Auch Pergola, Ballspielfläche und Speckbrettfelder seien Sanierungsfälle, sagt Hoffmann.

Die Verwaltung will daher nun ein Sanierungs- und Entwicklungskonzept entwickeln. Die Bürger sollen beteiligt werden und Vorschläge machen, wie sie sich den Südpark der Zukunft vorstellen. Ziel sei es, den Park langfristig zu erhalten und noch attraktiver zu machen, sagt der Grünflächenamt-Mitarbeiter.

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