Helden am Rande des Marathons
So weit die Füße tragen

Münster -

Vier Sanitäts-Stützpunkte, fünf mobile Unfallhilfsstellen und die Besenwagen: Andere Helden des 14. Münster-Marathons halten sich wie jedes Jahr bedeckt am Rand der Strecke auf.

Sonntag, 06.09.2015, 19:24 Uhr aktualisiert: 07.09.2015, 18:42 Uhr
Höchstleistungen vollbringen nicht nur die Marathon-Läufer, sondern auch die zahlreichen Helfer am Rande der Strecke, vor allem die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen, die sich um die Erschöpften kümmern. 
Höchstleistungen vollbringen nicht nur die Marathon-Läufer, sondern auch die zahlreichen Helfer am Rande der Strecke, vor allem die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen, die sich um die Erschöpften kümmern.  Foto: Oliver Werner

Vier Sanitäts-Stützpunkte, fünf mobile Unfallhilfsstellen und die Besenwagen : Andere Helden des 14. Münster-Marathons halten sich wie jedes Jahr bedeckt am Rand der Strecke auf. Hinter dem Bündnis „Gemeinsam für Münster “ steckt ein Zusammenschluss der ehrenamtlichen Hilfsorganisationen Johanniter, Malteser, Deutsches Rotes Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund . Am Ende ihres langen Einsatztages zählen die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen 45 Läufer, die von den 79 Einsatzkräften medizinisch versorgt werden mussten. „Ein erfreulich ruhiger Tag.“

Der organisatorische Aufwand ist dennoch immens. Wenn die Läufer mal nicht weiterkommen, stehen allein 80 ehrenamtliche Sanitätskräfte sowie zahlreiche Helfer mit Getränken, Schwammerfrischungen, Obst und medizinischer Ausstattung bereit.

Münster-Marathon: Viele helfen am Rand der Strecke mit

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  • Beim 14. Münster Marathon hielten sich viele Mitwirkende am Rand der Strecke auf.

    Foto: Oliver Werner
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Auch für das Wohl der Zuschauer ist mit Frühstücksbuffets und Imbiss-Ständen gesorgt. Dr. Jörg Oberfeld, Notarzt bei den Johannitern, ist seit dem ersten Marathon im freiwilligen Dienst eingeteilt. „Wir müssen immer vorbereitet sein auf den Ernstfall. Bei fast jedem großen Marathon gibt es Reanimationen. Beim Münster- Marathon sind natürlich etwas weniger Läufer unterwegs, doch wir nehmen unsere Arbeit sehr ernst. Neben Gelenkproblemen, Muskelverhärtungen und Erschöpfungszuständen erwarten wir bei den guten Wetterverhältnissen heute nicht allzu viel“, sagt er am Morgen.

Eine gute Kommunikation unter den Helfern ist das A und O bei solch einer Großveranstaltung. Die Medical-Points sind geschickt platziert, um den Patienten einen Krankenhausaufenthalt zu ersparen. „Ab Kilometer 35 haben wir Hochbetrieb im Helferzelt“, erklärt Jörg Oberfeld. „Das ist der schwierigste Streckenabschnitt. Wir haben aber auch Läufer, die 100 Meter vor dem Ziel völlig erschöpft zusammenbrechen.“

Einem starken Adrenalinstoß im Zielbereich folgt schnell die völlige Erschöpfung mit Unterzuckerung. Hierfür sind die Sanitäter gut gerüstet.

In den Einsatz-Zelten arbeiten die Helfer – egal welcher Organisation – Hand in Hand. 12 Stunden Arbeit verlangen den Helfern viel ab. Der große Ansturm kommt mit den letzten Ziel-Einläufern. Carina Tietz, Kinderkrankenschwester, ist seit 2009 ehrenamtliche Mitarbeiterin der Malteser. Dies ist ihr erster Marathon. „Es ist eine Erfahrung, die mich gereizt hat“, sagt sie.

Bei jedem Marathon arbeiten die Hilfsorganisationen auch zusammen mit der Timmermeister-Schule für Physiotherapie. Mit 50 Leuten und einem eigenen Zelt geben Physiotherapeuten krampfgeplagten Läufern professionelle Massagen. „Unser Rekord liegt bei 14 Krämpfen an einer einzigen Person.“

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