Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg
Fan-Demo in Osnabrück: Kein Protestmarsch

Osnabrück -

Die Demonstration von Fans des SC Preußen Münster gegen den Fanausschluss sollte im letzten Moment verhindert werden. Osnabrück legte Beschwerde gegen die Genehmigung ein: vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg. Das hat am Mittwochnachmittag entschieden, dass die Preußen-Fans nur eine Kungebung abhalten dürfen. Ein Protestmarsch ist laut Information der Bundespolizei nicht gestattet. 

Mittwoch, 23.09.2015, 13:42 Uhr aktualisiert: 23.09.2015, 20:29 Uhr
Viele Preußen-Fans unterstützten zuletzt ihre Preußen-Mannschaft beim Training. 
Viele Preußen-Fans unterstützten zuletzt ihre Preußen-Mannschaft beim Training.  Foto: Jürgen Peperhowe

Die Stadt Osnabrück hatte kurzfristig ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Osnabrück mit einer Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg angefochten, das nun letztinstanzlich entscheiden musste. Das Verwaltungsgericht Osnabrück hatte am Dienstagabend die vom Fanprojekt des SC Preußen Münster beantragte Demonstration gegen den Fanausschluss beim Derby durch Osnabrück genehmigt – aber die vorher geplante Route des Demonstrationszuges zwischen 17.30 und 20.30 Uhr aus Sicherheitsgründen verändert.

Liveticker

Verfolgen Sie die Ereignisse weiter hier im Liveticker .

...

Erlaubt hatte die Stadt Osnabrück in jedem Fall eine Kundgebung der Preußen-Fans am Bahnhofsvorplatz. Diese fand auch statt - nur der geplante Marsch nicht.

Drittliga-Derby VfL Osnabrück vs. Preußen Münster: Siegeschancen der Teams

1/10
  • Der VfL Osnabrück gewinnt, weil....

    Seit 2011 (1:0 - Torschütze Alexandar Kotaljac) hat der VfL kein Derby mehr gewonnen. Da ist es einfach wieder an der Zeit.

    Foto: Mareike Lindemann
  • Der VfL Osnabrück gewinnt, weil....

    Trotz der beiden Niederlagen zuletzt lebt die Mannschaft. In Dresden hat sie gezeigt, was in ihr steckt. Diese Leistung macht Mut.

    Foto: Mareike Stratmann
  • Der VfL Osnabrück gewinnt, weil....

    Selten vor einem Derby war die Mannschaft so willig, so motiviert und so fokussiert, die drei Punkte einzusacken.

    Foto: Mareike Stratmann
  • Der VfL Osnabrück gewinnt, weil....

    Der Ausschluss der Gäste-Fans und angedrohter Stimmungsboykott der eigenen Fans dürften für eine merkwürdige Atmosphäre sorgen. Gerade deshalb wird der VfL alles unternehmen, um die Zuschauer doch noch zum Support zu bewegen.

    Foto: Manfred Mrugalla
  • Der VfL Osnabrück gewinnt, weil....

    Preußen Münster ist Zweiter und hat vier Spiele in Serie gewonnen. Auf dem Papier ist die Mannschaft aus Münster Favorit. Genau das wird ihr zum Verhängnis.

    Foto: dpa
  • Darum gewinnt Preußen Münster das Derby:

    Vier Siege am Stück, vorgerückt auf Rang zwei, die Preußen sind selbstbewusst und selbsicher wie lange nicht mehr. Hauptsache, die können mit ihrer breiten Brust überhaupt durch den Spielertunnel schlendern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Darum gewinnt Preußen Münster das Derby:

    Was ist der wichtigste Mannschaftsteil für ein Derby? Die Defensive. Und Münsters Innenverteidigung mit Marco Pischorn und Marc Heitmeier  sowie Torwart Niklas Lomb haben sich noch deutlicher als Leistungsträger herauskristallisiert. Zudem verfügt der SCP im defensiven Mittelfeld mit Benjamin Schwarz über einen effektiven "Staubsauger" in Sachen Aufräumarbeiten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Darum gewinnt Preußen Münster das Derby:

    Die Osnabrücker haben den Münster-Blues, seit sieben Begegnungen konnten das Team nicht mehr gegen die Preußen gewinnen, das schleppen die Lila-Weißen wie Metallwesten mit sich herum.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Darum gewinnt Preußen Münster das Derby:

    Spielerisch ist der SCP nicht ausrechenbar und hat mit Mehmet Kara einen X-Faktor auf der linken Seite. Kleiner Erinnerung: Vier Tore in drei Derbys, ein Hattrick innerhalb von 14 Minuten beim 3:1-Heimsieg am 2. März 2013, immer siegte Münster wenn Kara auf dem Acker stand. Noch Fragen?

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Darum gewinnt Preußen Münster das Derby:

    Heimvorteil Osnabrück? Weniger Zuschauer als sonst, Stimmungsboykott der "Violet Crew", da dürfte beim Heimspiel von SF Lotte mehr los sein.

    Foto: dpa

Der Umzug sollte ursprünglich am Vorplatz des Hauptbahnhofs starten und über den Goethering zum Berliner Platz führen, wo die Münsteraner nach rechts in Richtung Stadion abbiegen: auf die Wittekindstraße und später auf die Bohmter Straße.

Spätestens auf Höhe der Humboldtstraße sollte dann aber Schluss sein: die von den Münsteranern geplante Kundgebung am Stadion erlaubte das Gericht nicht – aus Sicherheitsgründen. Es solle „vermieden werden, dass es im sensiblen Stadionbereich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Fans kommt“, so die Begründung des Osnabrücker Verwaltungsgerichts. Ein komplettes Verbot der Demonstration sei aber nicht infrage gekommen: Dies würde in wohl unzulässiger Weise die grundgesetzlich garantierte Versammlungsfreiheit beschränken, argumentierten die Osnabrücker Richter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3527368?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker