Friedliche Kundgebung in Osnabrück
Preußen-Fans protestieren gegen Ausschluss

Osnabrück -

Die Polizei war auf alles Mögliche vorbereitet, hatte sogar Wasserwerfer in Position gebracht, doch Krawalle blieben im Vorfeld des Fußball-Derbys zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster am Mittwoch aus.

Donnerstag, 24.09.2015, 07:36 Uhr aktualisiert: 24.09.2015, 08:03 Uhr
Kein Durchkommen: Die Polizei schirmte den Bahnhofsplatz in Osnabrück ab.
Kein Durchkommen: Die Polizei schirmte den Bahnhofsplatz in Osnabrück ab. Foto: Moritz Frankenberg

Weil die Gästefans kollektiv vom Besuch des Spiels ausgeschlossen worden waren, hatten sie sich am Nachmittag auf den Weg nach Osnabrück gemacht, um gegen die Aussperrung zu protestieren. Ursprünglich war eine Demonstration geplant.

Doch die wurde gerichtlich untersagt. So blieb es im Beisein eines großen Polizeiaufgebots bei einer kurzen Kundgebung - und diese verlief friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Die Preußenfans demonstrieren gegen ihren Ausschluss vom Derby in Osnabrück

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Positives Einsatz-Fazit

"Unsere Einsatzbilanz fällt absolut positiv aus, es ist alles friedlich verlaufen", zeigte sich Georg Linke, Sprecher der zuständigen Landespolizeistelle, zufrieden. "Eine Kundgebung ist für die Polizei besser kontrollierbar als ein Protestzug durch die Stadt - womöglich noch zum Stadion, wo es zum Aufeinandertreffen der beiden Fanlager hätte kommen können", erklärte Linke weiter. Die Einsatzkräfte wären aber für beide Szenarien "gut gewappnet" gewesen, versicherte er.

Zufriedenheit herrschte auch bei der Bundespolizei Bad Bentheim nach Abreise der münsterischen Fans vor: "Es verlief alles wunschgemäß und problemlos - es blieb friedlich, es gab keine nennenswerte Provokationen und Sachbeschädigungen. Punkt 18.21 Uhr sind die Fans geschlossen mit einem Regelzug zurückgefahren", berichtet deren Pressesprecher Ralf Löning.

Den positiven Eindruck, den die Preußen-Fans in Osnabrück hinterließen, bestätigen sie auch bei ihrer Rückkehr. Die Ankunft verlief ebenso friedlich wie das Auftreten im Rahmen der Kundgebung, bestätigte Wolfgang Amberge, Sprecher der Bundespolizei Münster. Die "Rückreisephase" der Fans und der begleitende Polizeieinsatz endeten um 19.15 am Hauptbahnhof Münster.

Kurzfristige Demo-Absage

Vor der Drittliga-Partie hatte es ein langes Hin und Her gegeben . Am Montagabend war der geplante Demonstrationszug der Preußen-Fans vom Verwaltungsgericht Osnabrück zunächst genehmigt worden.

Die Stadt Osnabrück legte daraufhin Einspruch gegen das Urteil ein, anderthalb Stunden vor Spielbeginn gab das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg am Mittwoch dem Kläger Recht. Die münsterischen Fans – etwa 450 an der Zahl – durften somit nicht durch die Straßen ziehen, sondern nur eine Kundgebung am Hauptbahnhof abhalten.

In der offiziellen Begründung des Gerichts hieß es: Das OVG hat den Bescheid der Stadt Osnabrück mit Beschränkungen der Versammlung als voraussichtlich rechtmäßig angesehen. Danach rechtfertigt es die von der Stadt im Beschwerdeverfahren vorgetragene Gefahrenprognose, dem Fanprojekt Preußen Münster e. V. die Durchführung eines mobilen Aufzuges insgesamt zu untersagen. 

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