Aktionsstand der Hospizbewegung
Schwerkranke auf ihrem Weg begleiten

Münster -

„Manche Menschen“, sagt Dieter Broekmann, „haben kein soziales Netz und keine Vertrauensperson, die eine Patientenverfügung für sie erstellt.“ Dann könnten auch andere helfen – zum Beispiel Ehrenamtliche aus der Hospizarbeit. Sie könnten es lernen und sich schulen lassen.

Montag, 12.10.2015, 11:38 Uhr aktualisiert: 12.10.2015, 12:07 Uhr
Im Gespräch mit Passanten warben Dieter Brokmann und Kollegen auch für Spenden für die Hospizarbeit.
Im Gespräch mit Passanten warben Dieter Brokmann und Kollegen auch für Spenden für die Hospizarbeit. Foto: klm

Für solche Aufgaben warb am Samstag die Hospizbewegung Münster mit einem Aktionsstand zwischen Prinzipalmarkt und Wochenmarkt. Anlass war der Welthospiztag 2015.

Der ambulante Hospizdienst erklärte, wie Grund- und Aufbaukurs auf den Einsatz vorbereiten. „Es soll die Befähigung vermittelt werden, im Sinne der Palliativmedizin“ – also der Versorgung, wenn ein kranker Mensch nicht mehr therapiert werden kann – „eine psycho-sozialen Begleitung“ zu bieten, sagte Brockmann als Hauptamtlicher.

Der Erstkontakt mit dem Patienten spiele im Grundkurs eine Rolle. Ferner, was „gemeinsam erlebt“ werden könne. „Je nachdem, wie mobil der Patient noch ist.“ Im Aufbaukurs sei Demenz ein Thema, aber auch die Selbstreflexion: „Wie gehe ich als Helfer mit eigenen Krisen um und welche Ressourcen habe ich dann?“, nannte Brockmann ein Beispiel. „Viele kranke Menschen wüssten „gar nicht, dass es eine kostenlose psycho-soziale Begleitung gibt“.

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