Mit diesen Tipps kommen Rad und Fahrer sicher durch den Winter
Schmieren, putzen, Luft ablassen

Das Fahrrad ist ein Transportmittel und Sportgerät für das ganze Jahr. Das schließt natürlich auch den Winter für immer mehr Radler ein. Damit sowohl Drahtesel als auch Fahrer heil durch die kalte Jaheszeit kommen, sollte man einiges beachten.

Mittwoch, 04.11.2015, 11:03 Uhr aktualisiert: 06.11.2015, 15:05 Uhr
Mit diesen Tipps kommen Rad und Fahrer sicher durch den Winter : Schmieren, putzen, Luft ablassen
Viele Radler lassen sich auch von einer geschlossenen Schneedecke nicht abschrecken. Der Fahrradhelm sollte dann aber dabei sein. Foto: Pressedienst Fahrrad

„Das Fahrrad braucht im Winter mehr Pflege“, sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad. Radfahrer brauchen dafür keine Technik-Experten zu werden. Die meisten Dinge lassen sich selbst erledigen. Worauf es im Winter ankommt:

►  Schmieren: Ohne die Fahrradkette läuft nichts. Doch Nässe und Streusalz setzen ihr zu. Ob eine Kette gut funktioniert, können Radfahrer heraushören: „Wenn sie quietscht, ist es oft schon zu spät“, sagt Koßmann. Denn dann fehlen Fett oder Öl. Ist sie trocken und bereits ein wenig angerostet, kann sogenanntes Kriechlöl helfen, die Oberflächenkorrosion zu lösen. Wer wegen der besseren Schmierfähigkeit eher festere Schmiermittel mit Teflon wählt, sollte bedenken, dass sich daran oft Dreck festsetzt. Eine Alternative für Radler können Riemenantriebe sein. Hier sind die Räder statt mit einer Kette aus Metall mit einem Zahnriemen aus einem Kunststoff ausgestattet.

►  Putzen: Damit die Bremsbeläge Griff haben, ist es ratsam, stark verschmutzte Felgenränder ab und zu zu säubern. „Scheibenbremsen haben im Winter einen Vorteil“, erklärt Koßmann. „Sie sind an der Nabe angebracht und bekommen daher keinen Schmutz vom Reifen ab.“ Doch auch die weit verbreiteten V-Brakes, die an der Felge greifen, reichen in der Regel aus. Wichtig ist grundsätzlich, dass die Bremsbeläge noch dick genug sind. „Wer beim Bremsen ein Geräusch hört, sollte sich neue Beläge besorgen“, rät Koßmann. Ein Tipp für alle, die ihr Rad im Keller oder der Garage parken: „Bei allzu großen Temperaturschwankungen kann sich in der Hülle der Bowdenzüge Kondenswasser bilden“, erklärt Koßmann. Wird das Rad dann längere Zeit bei Minusgraden draußen abgestellt, gefriert das Kondenswasser. Um dem vorzubeugen, sollte das Rad trocken, aber kühl geparkt werden.

►  Luft ablassen: Über eine frische Schneedecke kann man noch ohne Schwierigkeiten fahren. Auf nasser oder vereister Fahrbahn kommen Radler schnell ins Rutschen. Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ( ADFC ) nicht nur eine angemessene Fahrweise. Eine Möglichkeit ist auch, das Rad mit Winterreifen auszustatten. Hersteller haben die Gummimischung dieser Reifen mit Partikeln aus Siliziumkarbid besetzt, was die Lauffläche rauer macht. Für vereiste Strecken gibt es mit Spikes besetzte Reifen, erklärt der ADFC. Die Metallstifte geben beim Fahren auf vereisten Flächen oder auf festgefahrenem Schnee Sicherheit. Am besten greifen die Spikes, wenn der Reifen mit dem Mindestdruck von 2,5 Bar aufgepumpt ist. Wer all das nicht möchte, kann einen einfachen Trick anwenden: „Lassen Sie ein wenig Luft ab“, rät Koßmann.

►  Akku wärmen: Wer ein Pedelec hat, sollte sich im Winter um seinen Akku kümmern. Denn in Pedelecs werden in der Regel Lithium-­Ionen-Batterien verbaut, erklärt die Stiftung Warentest. Und die sind frostempfindlich. Touren bei strengem Frost machen den Stromspeichern aber in der Regel nichts aus. Der Fahrstrom sorgt unterwegs für warme Akkuzellen. Nur sollten die Batterien bei einer Fahrpause nicht auskühlen. Eine Möglichkeit, das zu verhindern, sind Schutzhüllen aus Neopren. An kalten Tagen ist es zudem besser, den Akku nach der Fahrt aus dem Rad zu nehmen.

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