Interview mit dem Chartstürmer
Joris: Melancholie gehört zum Leben dazu

Münster -

Mit „Herz über Kopf“ hat Joris die Charts gestürmt. Am 3. April kommt er nach Münster. Doch vorher muss Joris erst einmal ins Krankenhaus, erzählt er im Interview.

Donnerstag, 17.12.2015, 10:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2015, 13:52 Uhr
Joris hat mit seinem Song „Herz über Kopf“ die Charts gestürmt. Am 3. April kommt er nach Münster.
Joris hat mit seinem Song „Herz über Kopf“ die Charts gestürmt. Am 3. April kommt er nach Münster. Foto: Fourmusic

Spätestens mit dem Song „Herz über Kopf“ ist Joris Buchholz (alias Joris) der ganz große Durchbruch gelungen. Das Album „Hoffnungslos, hoffnungsvoll“ schaffte es bis auf Platz 3 in den deutschen Charts. Kritiker feiern seine Songs als wunderbare melancholische Pop-Hymnen. Mit dem 26-Jährigen, der in Ostwestfalen aufwuchs und am 3. April um 20 Uhr im Skaters Palace zu Gast sein wird, sprach unser Redakteur Martin Kalitschke.

Dein Konzert in Münster sollte eigentlich schon im März stattfinden. Was ist passiert?

Joris: Ich habe versucht, Fußball zu spielen. Das hätte ich besser lassen sollen. Ich habe eine Verletzung ignoriert, bekam danach dolle Schmerzen und muss nun operiert werden. Wegen der Reha-Maßnahme muss ich nun die Deutschland-Tournee um einen Monat verschieben.

Du bist ja in diesem Jahr richtig durchgestartet. Schreibst Du Deine Texte eigentlich selbst?

Joris: Ja, die schreibe ich selbst. Sie schildern meine Geschichten und Erlebnisse – oder Geschichten und Erlebnisse meiner Freunde. Was ich erstaunlich finde: Ich mache seit 21 Jahren Musik – und 20 Jahre hat sich niemand dafür interessiert. Plötzlich ist alles anders. Ich finde es übrigens ganz, ganz schön, wenn andere meine Geschichten für sich selbst interpretieren.

Deine melancholischen Geschichten.

Joris: Melancholie gehört zum Leben dazu. Aber dennoch ist das Leben wunderschön. Das sagt ja auch der Titel meines Albums, „Hoffnungslos hoffnungsvoll“.

Wie autobiografisch ist „Herz über Kopf“?

Joris: Nicht miteinander und nicht ohneeinander zu können – das habe ich natürlich auch schon erlebt.

Der Sänger Joris

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Und wie sieht es bei Dir da so aktuell aus?

Joris: Ich habe eine fantastische Beziehung zu meiner Live-Band. Der Tour-Bus ist aktuell mein Zuhause. Wir haben dieses Jahr über 100 Konzerte gespielt, sind viel rumgekommen.

Ah, okay. In Deutschland und der Schweiz bist Du ja auch sehr erfolgreich.

Joris: Ja, wir haben in diesem Jahr vor bis zu 45 000 Leuten gespielt, die haben „Hals über Kopf“ mitgesungen, da war ich einfach nur noch glücklich. Wobei es mir egal ist, ob ich vor 50 oder 45 000 Leuten auftrete – mir geht es um die Musik.

Konzert

3. April 2016, 20 Uhr, Skaters Palace, Dahlweg 126.

...

Hat sich Dein Leben geändert?

Joris: Ach, ich fahre immer noch Weihnachten nach Hause zu meinen Eltern, freue mich auf das gute Essen und die Familie. Aber natürlich hat sich auch vieles geändert. Ich komme herum, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt, schließlich hatte ich mir das ja auch immer gewünscht.

Welche Musik hörst Du eigentlich privat?

Joris: Von Hip-Hop bis Reggae. In letzter Zeit höre ich ganz gerne Max Herre.

Du bist in Ostwestfalen aufgewachsen. Kennst Du Münster?

Joris: Ich bin schon mal im Skaters Palace aufgetreten, von der Stadt habe ich allerdings noch nicht so viel gesehen. Es leben ja viele Studenten in der Stadt. Ich bin daher sicher, dass das Konzert am 3. April ein schöner Abend wird.

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