6000 Euro für den Umweltpreis
Wiederbelebung für die Umwelt

Münster -

Es gibt wieder einen Umweltpreis. 6000 Euro kann gewinnen, wer die Jury überzeugt. Hier die Details.

Freitag, 15.01.2016, 12:22 Uhr
Sie laden ein zum Umweltpreis-Wettbewerb (v.r.):  Karin Gindler-Hilge, Dezernent Matthias Peck, Wolfram Goldbeck, Anke Feige, Mara-Luise Bungay, Wolfgang Wiemers, Carolin Brönstrup und Helga Hendricks.
Sie laden ein zum Umweltpreis-Wettbewerb (v.r.):  Karin Gindler-Hilge, Dezernent Matthias Peck, Wolfram Goldbeck, Anke Feige, Mara-Luise Bungay, Wolfgang Wiemers, Carolin Brönstrup und Helga Hendricks. Foto: bn

„Die Zeit der erhobenen Zeigefinger ist vorbei.“ Der das sagt, ist Nachhaltigkeitsdezernent in Münster. Und dies ist ja durchaus ein Amt, das Moralin verträgt. Aber für Matthias Peck müssen Pflege und Schutz der Umwelt auch Spaß machen. Vor allem dann, wenn das Engagement honoriert wird: Gestern stellte Peck im Umwelthaus den Umweltpreis 2016 vor. Wer mitmacht, kann maximal 6000 Euro gewinnen.

30 Jahre ist der Preis alt. 13 Mal wurde er bisher vergeben. Was bedeutet, so gibt Wolfram Goldbeck vom Umweltamt der Stadt zu, dass es im Zweijahresturnus Aussetzer gab. Da ging die Luft aus.

„Andere Großstädte“, erklärt er, „haben ihre Umweltpreise ganz eingestellt.“ Das hängt damit zusammen, dass vieles im Umweltschutz heute selbstverständlich ist, was vor Jahrzehnten preiswürdig war. Beispiel: „Jemand legt in seinem Garten ein kleines Biotop an.“ Das ist immer noch so gut wie vor 30 Jahren, so Goldbeck. Aber heute ist es fast der Normalfall.

Neu am Umweltpreis 2016 ist, dass die Regie jetzt das Umweltforum Münster übernimmt. Der Dachverband münsterischer Umweltgruppen hat Helga Hendricks für das Projekt engagiert. Sie will „niemanden ausgrenzen“, sagt sie, der Umweltpreis soll auch kleine Initiativen mit ins Boot holen.

Das Motto spricht schon Bände: „Unsere Stadt UmWelten besser machen“. Mit dem großen „W“, bei dem jede Rechtschreibprüfung meckert. Und weil jeder angesprochen werden soll, sind die Emblemfiguren der Preis-Kampagne auch keine Models. Sondern die Münsteranerinnen Carolin Brönstrup und Mara-Luise Bungay. Sie arbeiten beide beim Naturschutzbund (Nabu) mit.

Adaptiert an den Umweltpreis der Stadt ist in diesem Jahr der Kinder- und Jugendpreis, der von der Sparkasse Münsterland Ost gefördert wird. Von der Kita bis zur Familie kann sich jeder bewerben. Das Preisgeld beträgt hier 2000 Euro. Es wird auf drei Projekte verteilt.

Was ist ein Umweltpreis, wenn er nicht selbst umweltfreundlich wäre? Die Preisverleihung Mitte November wird „klimaneutral“ stattfinden, versprechen die Initiatoren. Wie? Keine Heizung? Nein, so einfach ist es nicht. Aber Helga Hendricks wird eine Energie- und Umweltbilanz der Aktion erstellen – und dann die entstandenen Belastungen durch den Kauf von Umweltzertifikaten kompensieren. Wolfgang Wiemers, alter Umweltstreiter im Forum: „Manche Fluggesellschaft bietet das auch schon.“ Bäume für Flugmeilen.

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