Vor Preußen-Derby
VfL-Osnabrück-Fans demonstrieren in Münster für Fankultur im Fußball

Münster - Weil sie zum Derby gegen Preußen nicht in das Stadion gelassen werden, gingen sie auf die Straße. Am Sonntagmorgen waren nach Polizeischätzungen  gut 180 Fans des VfL Osnabrück zu einer Demonstration nach Münster gekommen. Protestmarsch und Kundgebung verliefen störungsfrei.

Sonntag, 06.03.2016, 11:29 Uhr aktualisiert: 07.03.2016, 08:30 Uhr
Rund 185 VfL-Fans demonstrierten auf dem Bremer Platz in Münster.
Rund 185 VfL-Fans demonstrierten auf dem Bremer Platz in Münster. Foto: Tobias Denne

Mit dem Zug waren die Fußballanhänger zu ihrer angekündigen Demo angereist. Sie protestierten dagegen, dass sie beim Derby am Sonntagnachmittag nicht ins Stadion des SC Preußen Münster dürfen. Ihre Wut richtete sich vor allem gegen den Deutschen Fußballbund, der das Stadionverbot für die VfL-Fans verhängt hatte.

Die Anhänger des VfL Osnabrücks hatten zahlreiche Plakate angefertigt, um gegen die angebliche Kollektivschuld der Fußballfans zu demonstrieren. Wie bereits die Fans von Preußen Münster in Osnabrück gegen den Ausschluss von Gästefans demonstriert hatten, zogen auch die Osnabrücker Anhänger am Sonntagvormittag durch Münster. Sie marschierten auf einer verkürzten Route in Bahnhofsnähe. „Wir sind immer da, man kann uns nicht aussperren!“, verkündete die Ultra-Gruppe „Violet Crew“ des VfL Osnabrücks.

Fans des VfL Osnabrück demonstrieren in Münster

1/26
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Tobias Denne
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat
  • Foto: Privat

Mit lautstarken Parolen und Gesängen machten die Demonstranten auf sich aufmerksam. Sie zogen vom Hauptbahnhof über die Wolbecker und Schillerstraße zurück zum Hauptbahnhof. Begleitet von zahlreichen Einsatzkräften der Polizei protestierten sie für den Erhalt der Fankultur und gegen die kollektive Schuldzuweisung.

"Das waren Verfehlungen einzelner"

Auf der Kundgebung am Bremer Platz prangerte „Violet Crew“ an, dass die Fans unter Generalverdacht gestellt würden. „Dabei waren es Verfehlungen einzelner“, so der Sprecher der Ultras. Wenn Gästefans ausgeschlossen würden, dann verliere der Fußball etwas. „Wir gestalten den Fußball!“, so die Ultras unter Beifall. Zudem kritisierte er die "immer absurder" werdenden Sicherheitsbestimmungen - von Hundertschaften der Polizei bis zur kompletten Überwachung. 

Auch die Fanabteilung des VfL sprach zu den Anwesenden. Sie kritisierte, dass eine solche Vorgehensweise das Verhältnis zwischen Fans, Verein und dem Verband zerstöre. Das wolle man nicht und fordere einen hauptamtlichen Fanbeauftragten, damit der Dialog standfinden könne.

Bereits am Samstag hatten die Fans des SC Preußen Münster gegen das "Gästeverbot" demonstriert . Auch bei der Veranstaltung blieb alles friedlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3850196?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker