25 Jahre Ambulante Hospizbewegung Münster
Gesellschaftliche Arbeit mit Höchstmaß an Intimität

Münster -

70 Ehrenamtliche betreuen bei der Ambulanten Hospizbewegung rund 100 Menschen bei der Bewältigung der letzten schweren Lebensphase. Prominente wie Götz Alsmann lobten bei der Jubiläums-Auftaktveranstaltung diese wichtige Arbeit.

Mittwoch, 09.03.2016, 20:30 Uhr aktualisiert: 09.03.2016, 21:07 Uhr
Die Streicher des „Minx „Quartett“ zauberten den festlichen Rahmen des Jubiläums-Festakts. Unter den Festrednern: Dr. Birgit Weihrauch (l.), ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes.
Die Streicher des „Minx „Quartett“ zauberten den festlichen Rahmen des Jubiläums-Festakts. Unter den Festrednern: Dr. Birgit Weihrauch (l.), ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Foto: Oliver Werner

Das Erreichte ist enorm. Ohne gesetzlichen Auftrag und ohne finanziellen Rückhalt startete die Hospizbewegung Münster vor 25 Jahren, wie Dr. Birgit Weihrauch, ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, bei der Jubiläums-Auftaktveranstaltung am Mittwoch im Landesmuseum vor zahlreichen Gästen aus der Hospizarbeit, sozialen Verbänden, aus Politik und Verwaltung betonte.

Heute, pflichtete ihr Vereinsvorsitzender Dr. Hermann-W. Erbslöh bei, „hat die Hospizbewegung ihren festen Platz in der münsterischen Gesellschaft“. 70 aktive Ehrenamtliche betreuen rund 100 Menschen pro Jahr in der Sterbe- und Trauerbegleitung und geben wichtige Informationen zu Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung.

Denn in der Familie zu sterben, „ist heute nicht mehr der Regelfall; eine angemessene Betreuung zu Hause kann oft nicht sichergestellt werden“, erklärte Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson in ihren Grußworten. Die engagierten Ehrenamtlichen der Hospizbewegung ermöglichten einen würdigen Übergang in dieser schweren letzten Lebensphase.

Gudrun Große Ruse, eine Frau der ersten Stunde, erinnerte an die Geburtsstunde der Hospizbewegung. Die Gründungsversammlung hatte 1991 übrigens Münsters verstorbener Bürgermeister Fritz Krüger geleitet.

Prominente Unterstützung erhält die ambulante Hospizbewegung durch Schirmherr Dr. Götz Alsmann, der anerkennend seinen Hut vor der einfühlsamen Betreuung der Sterbenden zog. Es gehe um „ein Höchstmaß an Intimität und Vertrauen“. Sein verbales Jubiläumsgeschenk erntete am Ende freudigen Applaus: „Ich wünsche der Hospizbewegung ewiges Leben.“

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