Ein Kommentar - Pyrotechnik im Spiel gegen Cottbus
„Benehmt euch gefälligst“

Münster -

Beim Verfassen dieser Zeilen ist sich der Autor bewusst, dass die Personen, die er eigentlich anspricht, das gar nicht wissen wollen. Es ist ihnen – auf Deutsch gesagt – so was von scheißegal.

Sonntag, 10.04.2016, 16:00 Uhr aktualisiert: 10.04.2016, 17:35 Uhr
Ein Kommentar - Pyrotechnik im Spiel gegen Cottbus : „Benehmt euch gefälligst“
Foto: Alexander Heflik

Das ist die Realität, wenn man über die Ultras in der sogenannten Fiffi-Gerritzen-Kurve im Preußenstadion spricht. Am Samstag wurden so massiv Rauchtöpfe gezündet wie noch nie, das Stadion war zeitweise eingenebelt. Dazu gab es die üblichen Plakate mit „Vorstand raus“, „Gockel raus“, am besten alle raus – nur nicht die Ultras. Sie sind die letzten Bewahrer der Fußballkultur, obwohl man den Eindruck nicht los wird, dass es für sie keine Rolle spielt, was da auf dem Rasen passiert. Wichtig ist, dass es dampft und zischt, und alle aufgebracht sind.

Die ganze Litanei, wieso, weshalb und warum schenken wir uns an dieser Stelle. Aber dieser Block N, in dem die Rauchtöpfe gezündet wurden, hat sich den Namen von Felix „Fiffi“ Gerritzen angeeignet. Er ist ein Mythos des SC Preußen Münster , eine Legende aus den 50er-Jahren. Was hätte er am Samstag wohl zu allem gesagt?

Als Erstes hätte er Trainer Horst Steffen zur Seite genommen und einen fußballerischen Tipp gegeben: „Spielt schneller und mehr über die Flügel.“ Das war Gerritzens Mantra.

Als Zweites hätte er sich den Stadionbesuchern zugewandt und gesagt: „Benehmt euch gefälligst.“

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