Fanprojekt äußert sich zu Rauchtopf-Vorfällen bei Preußen-Spiel
„Kollektivstrafen sind keine Lösung“

Münster -

Das Fanprojekt Preußen Münster nahm am Freitag Stellung zu den Vorfällen mit mindestens zwei Verletzten im Preußen-Stadion. Kollektivstrafen lehnt der Vereinsvorstand ab.

Freitag, 15.04.2016, 17:26 Uhr aktualisiert: 15.04.2016, 18:09 Uhr
Noch vor Spielbeginn entzündeten Pyrofanatiker bei der Partie des SC Preußen Münster gegen Energie Cottbus zahlreiche Rauchtöpfe. 
Noch vor Spielbeginn entzündeten Pyrofanatiker bei der Partie des SC Preußen Münster gegen Energie Cottbus zahlreiche Rauchtöpfe.  Foto: Polizei Münster

Die Zündung von Rauchtöpfen im Preußen-Station am vergangenen Samstag beschäftigte nun auch den Vorstand des Vereins Fanprojekt Preußen Münster bei einem schon länger vereinbarten Treffen mit dem Vorstand des SC Preußen 06 Münster.

„Um diesem Treffen und anderen Gesprächen nicht vorzugreifen“, habe sich das Fanprojekt bisher nicht ausführlich zu den Vorfällen geäußert, teilte der Verein am Freitag mit. Als ehrenamtlich betriebene Organisation, die den Anspruch hat, allen Fans offenzustehen, seien zunächst viele Gespräche auch mit Anhängern geführt worden.

Der Preußen-Vorstand hatte – wie berichtet – angekündigt, Maßnahmen nach den Vorfällen zu ergreifen. „Wir sind mit dem Verein absolut auf einer Linie, dass Straftaten nicht geduldet werden“, erklärt Fanprojekt-Vorstandssprecher Florian Voß. Das Fanprojekt stehe aber weiterhin zu dem Grundsatz, dass Kollektivstrafen keine Lösung seien.

In den vergangenen Tagen sei an beide Seiten appelliert worden, den Weg der Kommunikation weiterhin zu verfolgen. „Die aktiven Fans und der Verein sollten auch mit Unterstützung des Fanprojekts eine Situation vermeiden, unter der alle Fans leiden“, heißt es in der Pressemitteilung des Fanprojektes.

„Wir wünschen den verletzten Preußen-Fans weiterhin eine gute Genesung“, bedauert Voß für den Fanprojekt-Vorstand, dass Vereinsanhänger im Preußen-Stadion verletzt wurden. Zugleich stellt er klar, dass das Fanprojekt nicht für die Personen spreche, „die die Aktion am Samstag durchgeführt haben“. Es vertrete zum einen die Interessen von Fans gegenüber dem Hauptverein, zum anderen habe sich der Verein auf die Fahne geschrieben, den Dialog unter den Fans voranzutreiben.

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