Kunstaktion am Geisbergweg
Gnadenfrist für fliegende Schirme vom Geisbergweg

Münster -

Die „fliegenden Schirme“ zwischen dem Café Fyal und einem Baukran auf dem Gelände der Bezirksregierung dürfen zunächst hängen bleiben.

Dienstag, 14.06.2016, 18:54 Uhr aktualisiert: 14.06.2016, 19:44 Uhr
Jens Abeler vom Fyal bekommt viel Lob für seine Aktion.
Jens Abeler vom Fyal bekommt viel Lob für seine Aktion. Foto: hpe

Die 38 bunten Regenschirme über dem Geisbergweg werden vorerst nicht vom behördlichen Winde verweht: Das Bauordnungsamt prüft derzeit, ob es Probleme mit der Verkehrssicherungspflicht der Installation gibt und Passanten durch eventuell herabfallende Schirme gefährdet sind. Jens Abeler, Chef der Kneipe Fyal am Geisbergweg, hatte die Stahlseile mit den Schirmen am vergangenen Samstag zusammen mit einem befreundeten Künstler zwischen seinem Café und einem Kran in einer Baustelle auf dem Gelände der Bezirksregierung gespannt. Mit der Aktion sollte ein Farbtupfer in die öde Baustellenlandschaft gesetzt werden. Vorher gefragt hatte er die Behörde aber nicht.

Schirm-Kunst in Münster

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  • Kunst, die zu Münster passt:

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  • Das Café Fyal hat über dem Geisbergweg bunte Regenschirme aufgehängt.

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  • Die Schirme zaubern vielen Passanten ein Lächeln ins Gesicht - auch bei Regenwetter.

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  • Allerdings gibt es Ärger mit den Nachbarn: Die Bezirksregierung (Gebäude links im Bild) ist mit der Schirm-Kunst nicht einverstanden.

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  • Deshalb soll die bunte „Überdachung“ jetzt abgehängt werden.

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Die unkonventionelle Kunstaktion im Jahr vor der Skulptur-Ausstellung erregte viel Aufsehen. In den Sozialen Netzwerken feiert man die „Flying Fyals“ als tolle Bereicherung für die Aktion „Münster bekennt Farbe“.

Doch wo eben noch eitel Sonnenschein war, zogen auch schnell wieder dunkle Wolken über den gespanten Schirmen auf. Am Dienstag bekam Abeler frühen Besuch von Handwerkern der Bezirksregierung. Die hatten „den Auftrag zum Abreißen“, so Abeler.

Hektisch wurde zwischen Behörde und Kneipe den ganzen Tag über telefoniert. Im Fokus dabei der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Verantwortlicher für die Baustelle. Dort war man wie bei der Bezirksregierung sauer, weil nicht vorher um Erlaubnis gefragt und die Baustelle verbotswidrig betreten worden war.

„Grundsätzlich habe man nichts gegen die Aktion“, so der Tenor. Gibt es nun keine Sicherheitsbedenken, dürfen die Schirme bis Juli hängen bleiben. Dann wird auf der Baustelle wieder gearbeitet und der Kran versetzt.

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