Interview mit Funny van Dannen
Musikalisches Multitalent

Münster -

Funny van Dannen ist ein echtes Multitalent. Im kommenden Jahr ist er wieder in Münster zu Gast. Mit uns Sprach der Künstler über seine Tour, seine Traumstadt und über einen Traditionsverein.

Mittwoch, 10.08.2016, 18:16 Uhr aktualisiert: 16.08.2016, 12:02 Uhr
Funny van Dannen ist ein echtes Multitalent. Im kommenden Jahr wird er wieder in Münster spielen. Sein Konzert in der Sputnikhalle am Hawerkamp beginnt am 11. Februar um 20 Uhr.
Funny van Dannen ist ein echtes Multitalent. Im kommenden Jahr wird er wieder in Münster spielen. Sein Konzert in der Sputnikhalle am Hawerkamp beginnt am 11. Februar um 20 Uhr. Foto: Amélie Losier

Ob Autor, Musiker oder Maler – Funny van Dannen hat einige Talente. Mit seiner „Come On“-Tour kommt der Künstler am 11. Februar 2017 in die Sputnikhalle nach Münster. Unsere Mitarbeiterin Lena Rütten hat mit ihm telefoniert.

Wie kommen Sie darauf, Songs über „Frozen Yoghurt“ oder eine „Stammzellenforscherin“ zu schreiben?

Dannen: Meistens kommt mir das einfach so in den Sinn, obwohl es manchmal vorkommt, dass ich etwas Bestimmtes sehe und mich dann die Idee packt. Das schreibe ich dann direkt in mein Poesiealbum, in dem ich auch meine Zeichnungen, Collagen und Gedichte sammle.

Ihre Texte zeichnen Witz und Ironie aus. Ist es das, was Ihrem Publikum so gut gefällt und Ihnen solch einen Erfolg gebracht hat?

Dannen: Ich glaube, dass ich mich mit meiner Art von Musik von anderen Künstlern unterscheide. Natürlich spiele ich vor keinem Millionenpublikum, aber das wäre mit meinen Liedern auch gar nicht mehr authentisch. Für mich ist ein intimer Rahmen wichtig, damit ich mit den Leuten auch interagieren und vor allem Stimmung machen kann.

Ist diese Authentizität auch der Grund für die vielen Live-Mitschnitte Ihrer Konzerte, die Sie dann als Album herausbringen?

Dannen: Ja, unter anderem. Am Anfang meiner Karriere hat sich das jedoch einfach so ergeben, weil das Aufnahmestudio produktionstechnisch nicht so fit war, aber es kam ja doch gut an. Dann auf einmal waren drei von vier Alben Liveaufnahmen, obwohl ich gern noch mehr im Studio produziert hätte, wenn ich ehrlich bin.

Wie viele Fans kommen denn so?

Dannen: Das kommt ganz auf die Größe der Stadt an – ich würde sagen, das reicht so von 300 bis 1500 Leuten. Vor ein paar Wochen schrieb mir ein Fan aus Nürnberg und fragte, ob ich schon Lampenfieber hätte, da dort eine riesige Fanbase auf mich warten würde. Da wurde mir doch schon etwas mulmig zumute.

Dann sollte die Sputnikhalle in Münster doch die richtige Größe für ein solches Konzert haben, oder?

Dannen: Soweit ich weiß ja. Ich spiele wirklich gerne in Münster, die Leute sind gut drauf. Auf vielen meiner Touren habe ich im Gleis 22 gespielt, das war toll! Aber besonders schön ist es, wenn ich noch Zeit habe, die Stadt zu erkunden. Münster hat da echt Einiges zu bieten.

Sie wohnen in Berlin. War das schon immer Ihre Traumstadt?

Dannen: Mein Umzug nach Berlin ist ja schon einige Jahre her – 1978 war das. Ich wollte in die Großstadt, um als freier Maler Fuß zu fassen. Dass es jetzt Berlin wurde, war, obwohl ich die Stadt schon immer cool fand, reiner Zufall – das ergab sich über private Kontakte.

Wie kamen Sie zur Musik?

Dannen: Ach, ich hab schon in der Jugend meine eigenen Lieder geschrieben und in unzähligen Bands gespielt. Das hatte aber nie lange Bestand, flog immer relativ schnell auseinander. Mitglied in einer Band zu sein, hätte ich toll gefunden – mit anderen Leuten ist man vielfältiger und hat mehr Möglichkeiten. Aber trotzdem blieb ich alleine übrig.

Das hat doch aber auch seine Vorteile.

Dannen: Ja, ich habe meine eigenen Freiheiten und muss mich mit niemandem absprechen. Ich bin ganz für mich selbst verantwortlich.

In einem Ihrer neuen Lieder, „Latente Homosexualität“, lüften Sie das Geheimnis des Fußballs. Sind Sie großer Fußballfan?

Dannen: Oh ja! Mein Herz schlägt für den 1. FC Köln.

On tour

Funny van Dannen kommt am 11. Februar 2017 nach Münster. Er spielt in der Sputnikhalle.

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Und wie halten Sie es mit Preußen Münster?

Dannen: Die Preußen waren Anfang der 50er eine wirklich große Mannschaft, weshalb ich die Spiele immer verfolgt habe. Ich hoffe für den Verein und auch für die Fans, dass sie es endlich packen. Es ist immer so knapp! Aber da steht dem Traditionsverein auch harte Konkurrenz gegenüber.

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