BVB-Marketingchef gibt Tipps
Die echte Liebe zur Marke

Münster -

Der Fußballverein Borussia Dortmund fährt eine Marketingstrategie. Und er fährt damit gut. Carsten Cramer ließ sich zu Beginn der Gründerwoche in die Karten schauen.

Dienstag, 15.11.2016, 18:02 Uhr
Auftakt: Christoph Wintgen (Sparkasse, 2.v.l.) und Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers (3.v.r.) eröffneten mit Carsten Cramer (3.v.l.) und Gründern die Gründerwoche.
Auftakt: Christoph Wintgen (Sparkasse, 2.v.l.) und Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers (3.v.r.) eröffneten mit Carsten Cramer (3.v.l.) und Gründern die Gründerwoche. Foto: Matthias Ahlke

Es gibt viele Gründe, selbstständig zu sein. Anja Burkhardt schlug diesen Weg ein und eröffnete vor eineinhalb Jahren ihr Geschäft in Münster . Die 34-Jährige entdeckte nach ihrem BWL-Studium die echte Liebe für den neuen Weg. Die echte Liebe, das ist für Carsten Cramer Schwarz-Gelb – wie für Tausende Fans von Borussia Dortmund . Der Marketingdirektor und Vertriebschef des Fußballvereins im Ruhrgebiet sprach zum Auftakt der Gründerwoche in Münster über die schwarz-gelbe Erfolgsgeschichte der Marke BVB, mit der Fans echte Liebe verbinden.

Carsten Cramer, der Münsteraner mit Bodenhaftung, lebt die Marke, das war an diesem Abend in der Sparkassen-Zentrale vor rund 140 potenziellen Existenzgründern zu spüren. Authentisch und intensiv erzählte er Borussia Dortmunds Erfolgsgeschichte. Anschaulich präsentierte er den Weg des Vereins, wollte dabei aber keine „neunmal klugen Ratschläge“ geben. Carsten Cramer ist aufgrund seiner BVB-Erfahrungen überzeugt, dass Marketing und Vertrieb unbedingt in eine Hand gehören. Der Vertriebler, wie er sich selbst bezeichnet, blickte auf die BVB-Geschichte mit den Wurzeln am Borsigplatz zurück und sparte Krisenzeiten nicht aus. Vor sieben, acht Jahren, als es dem BVB schlecht ging, sei klar gewesen: „Wir leben von den Menschen.“ Der BVB machte sich auf den Weg. Cramer plauderte darüber, was den Verein heute ausmachen würde und sprach von Loyalität und Intensität. Die echte Liebe werde mit Fingerspitzengefühl behandelt. Für ihn sei die richtige Markenführung Schwarz-Gelb ein Teil der Unternehmensführung. Leitplanken wie lustvoll, kraftvoll und herzlich helfen, dass der BVB ein intensives Erlebnis bleibt, so Cramer. „Die echte Liebe ist für uns im Verein ein Versprechen.“ Darum könne eine Dauerkarte bei ihnen auch in der heutigen Zeit noch am Schalter bar bezahlt werden. „Eine Lastschrift passt nicht zum BVB.“ Aber auch die digitale Welt ist beim BVB eingezogen. Damit erzielt der Verein nach eigenen Angaben Wachstum – auch im Ausland.

Auf Wachstum baut auch Bernhard Meierrose. Er gründete ein Unternehmen für IT-Sicherheit und nutzte den Auftakt der Gründerwoche, um Kontakte zu knüpfen. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, sagt er, sei goldrichtig gewesen. Münsters Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers riet den Gästen, Trends aufzugreifen und auf Qualität zu achten.

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