Frauennotruf Münster
Eine klare Ansage: „Nein heißt Nein“

Münster -

„Nein heißt Nein“ lautet das Motto der Informationskampagne, mit der der Frauennotruf Münster auf die neue Gesetzeslage aufmerksam macht.

Mittwoch, 07.12.2016, 13:00 Uhr

Klare Ansage: „Nein heißt Nein“. Und genauso heißt auch die Kampagne, mit der Münsters Frauennotruf ein deutliches und vor allem sichtbares Zeichen setzen will: „Gegen jede Form von sexueller Belästigung und Gewalt“, betonen Gerlinde Gröger, Daniela Stöveken und Andrea W.. Sie sorgen zurzeit mit Plakaten an Litfaßsäulen, Postern in Bussen und Postkarten in Kneipen, Discos und Lokalen dafür, dass dieser Satz hängen bleibt.

Jetzt reicht ein Nein

Denn es sind genau diese drei Worte, die inzwischen auch gesetzliches Gewicht haben: „Seit dem 10. November gilt der Paragraf 184 i, der klar regelt, dass sexuelle Übergriffe allein gegen den erkennbaren Willen als Straftat gelten “, erläutert Gerlinde Gröger den Hintergrund. Vorher sei eine Tat nur dann so bewertet worden, wenn ein Täter Gewalt angewandt habe. „Jetzt reicht ein Nein.“

Die Leiterin des Frauennotrufes und ihre Kolleginnen sehen in der Verschärfung des Sexualstrafrechts einen guten Rahmen, der das sexuelle Selbstbestimmungsrecht der Frauen besser schütze. Nun sei es aber wichtig, dies auch immer wieder öffentlich zu machen, zu informieren und aufzuklären. „Frauen sollten wissen, dass ein Nein reicht. Und dass jeder, der sich darüber hinwegsetzt, sich strafbar macht.“

Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln , in der viele Frauen Opfer von Übergriffen geworden sind, habe die Landesregierung NRW handeln lassen: Der Frauennotruf Münster hat nun eine dritte Stelle bekommen, die das Land finanziert. Andrea W. wird sich verstärkt um den Bereich Prävention und Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

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