Denkmalschutz-Förderung
Engagierter Denkmalschutz

Münster -

Weil er mit seinem Nachlass den Denkmalschutz großzügig fördert, erinnert jetzt eine Plakette am Erbdrostenhof an den 2010 verstorbenen Prof. Everhard Schürmeyer.

Montag, 12.12.2016, 22:00 Uhr
Plaketten für Denkmalschutz-Förderer Schürmeyer am Erbdrostenhof (v.l.): Sigrid Karliczek (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Landesrätin Judith Pirscher, Landeskonservator Dr. Holger Mertens, Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und Architekt Martin Finder sowie Nachlassverwalter Hans Galen.
Plaketten für Denkmalschutz-Förderer Schürmeyer am Erbdrostenhof (v.l.): Sigrid Karliczek (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Landesrätin Judith Pirscher, Landeskonservator Dr. Holger Mertens, Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und Architekt Martin Finder sowie Nachlassverwalter Hans Galen. Foto: hpe

Es ist ein Glücksfall für Münster und besonders für eines der prächtigsten Bauwerke dieser Stadt: Aus dem Erbe des 2010 verstorbenen Mediziners Prof. Dr. Everhard Schürmeyer konnte der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe verwaltete Schlaunsche Prachtbau an der Salzstraße umfassend saniert werden. Die Außenfassade erstrahlt im neuen, alten Glanz, und das marode Dach ist komplett erneuert worden. Insgesamt 450 000 Euro aus dem Schürmeyer-Nachlass standen parat. Auch der historische Hof Grube in Lüdinghausen und die Bagno-Parkanlage in Steinfurt sind durch Schürmeyer-Zuwendungen gefördert worden.

Gründe genug für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz , den ehemaligen Ärztlichen Direktor am Clemenshospital und Heimatfreund nun mit einer Plakette am Erbdrostenhof besonders zu ehren. „Die Unterstützung für die Sanierung des Erbdrostenhofes ist die größte Einzelzuwendung in der Stiftungsgeschichte. Ein vorbildliches Engagement und bürgerschaftlicher Einsatz, von dem die lebenswerte Stadt Münster profitiert“, so Sigrid Karliczek, Leiterin des Ortskuratoriums Münster der Denkmalschutz-Stiftung. Weil sich das Land NRW 2013 komplett aus der finanziellen Denkmalförderung verabschiedet habe, sei private Unterstützung „so wichtig wie nie“, meinte Karliczek am Montag bei einem Ortstermin im Erbdrostenhof.

„Der Erbdrostenhof erstrahlt wieder in alter Pracht, die touristische Stärke Münsters profitiert davon“, so die Kulturdezernentin beim Landschaftsverband, Dr. Barbara Rüschoff-Thale . Und für Hans Galen, Nachlassverwalter Schürmeyers und ehemaliger Direktor des Stadtmuseums, hat mit der Renovierung „besonders die Salzstraße an Flair gewonnen“.

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