Straßenbeleuchtung wird effizienter
Hell und sparsam

Münster -

Die Stadtwerke und das Tiefbauamt testen aktuell neue LED-Straßenlaternen, die sukzessive im gesamtem Stadtgebiet die alte Beleuchtung ablösen sollen. Die neuen Lampen sind heller und verbrauchen weniger Energie.

Donnerstag, 26.01.2017, 19:00 Uhr
Mit Messgeräten untersuchten Techniker die Leuchtkraft der neuen Straßenlaternen auf der Teststrecke in Coerde.
Mit Messgeräten untersuchten Techniker die Leuchtkraft der neuen Straßenlaternen auf der Teststrecke in Coerde. Foto: hpe

Auf den ersten Blick ein verwirrendes Bild.:Ein Mann läuft in der Abenddämmerung auf dem Bauhof in Coerde mit einem gebogenen Stab, der irgendwie einem Eishockeyschläger ähnelt, an einer Reihe von Straßenlaternen vorbei. Auf den zweiten Blick erkennt man am Straßenrand kleine Messgeräte und Techniker von Tiefbauamt und Stadtwerken . Sie basteln an einem neuen Beleuchtungskonzept für Münster .

Auf der Teststrecke im Bauhof sind jetzt 21 Leuchten von acht Herstellen in der Praxisüberprüfung. An drei Masten hängen untereinander verschiedene Modelle, die nun abwechselnd eingeschaltet werden. Im Straßenbelag rund um die Masten gibt es pro Leuchte insgesamt 100 Messpunkte. Mit den feinen Sensoren im sogenannten Beleuchtungsstärkemessgerät, das an einen Eishockeyschläger erinnert, werden die Abstrahlwerte der Lampen gespeichert und später am Computer ausgewertet.

„Das Licht soll einheitlich weiß wirken, nicht blenden und darf keine Schatten verursachen, so Ulrich Zelke vom Tiefbauamt. Bislang gibt es im Stadtgebiet einen bunten Mix an Leuchten. An gefährlichen Kreuzungen manchmal in grell-orangener Farbgebung, auf Radwegen oft nur diffus mit wenig Leuchtkraft. Künftig soll es einheitliche Modelle geben. Ausgenommen ist nur der Prinzipalmarkt, dort wird es aus optischen Gründen keine LED-Lichter geben.

In der Altstadt sollen Zylinder-Leuchtkörper zum Einsatz kommen, an den Verkehrswegen außerhalb der Innenstadt dann etwas preisgünstigere Leuchten. Rund 500 Euro kostet ein LED-Lampenaustausch, die Energieersparnis liegt laut Stadtwerken bei 70 Prozent. Insgesamt gibt es in Münster rund 28 000 Leuchten an 900 Kilometern Straßenlänge. Sie leuchten jährlich 4100 Stunden im Jahr. Nun sollen rund 1000 Exemplare im Jahr erneuert werden. „Wir tauschen immer nur Lampen an kompletten Straßenzügen aus, damit eine einheitliche Leuchtwirkung erzielt wird“, so Florian Adler von den Stadtwerken. Weil die neuen Leuchten mit einem Dämmerungssensor ausgestattet sind, müssen sie nicht mehr von der zentralen Schaltstelle der Stadtwerke gesteuert werden. Im Hansa-Business-Park Amelsbüren sind LED-Leuchten mit Bewegungssensoren im Test. Sie werden deutlich heller, wenn Autos, Radfahrer oder Fußgänger auftauchen. Und im Kuhviertel gibt es noch 22 Laternen, die mit Erdgas betrieben werden.

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