Behindertengerecht
Neuer Zugang zum Rathaus

Münster -

Viele Jahre wurde um einen behindertengerechten Zugang zum Rathaus gerungen. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Freitag, 03.02.2017, 12:00 Uhr
Im Durchgang zwischen Rathaus und „Pefferkorn“ soll die Hebebühne platziert werden.
Im Durchgang zwischen Rathaus und „Pefferkorn“ soll die Hebebühne platziert werden. Foto: Oliver Werner

Was lange währt, wird offenbar zumindest halbwegs gut. Zwar bleibt der ursprünglich geplante gläserne Aufzug am Rathaus zunächst Wunschdenken, dennoch könnten Bürgerhalle und Friedenssaal alsbald barrierefrei erreichbar sein. Eine Hebebühne soll noch in diesem Jahr an der Außenwand des historischen Rathauses gebaut werden.

Entsprechende Pläne bestätigte der städtische Immobiliendezernent Matthias Peck . Damit würde die Stadt Forderungen von Behindertenverbänden erfüllen. Diese drängen seit vielen Jahren auf einen besseren Zugang für mobilitätseingeschränkte Menschen etwa Rollstuhlfahrer zum Rathaus.

Kosten bei rund 50.000 Euro

Die Hebebühne soll in dem Gang zwischen Rathaus und der benachbarten Gaststätte „Pfefferkorn“ im Ratskeller errichtet werden. Sie überwindet laut Peck die 80 Zentimeter Höhenunterschied zu Bürgerhalle und Friedenssaal. Um die Hebebühne vor Vandalismus zu schützen, werde sie eingehaust.

Mit dem neuerlichen Vorstoß könnte der für die städtischen Immobilien zuständige Dezernent einen jahrelangen Schwebezustand in dieser Frage aus der Welt schaffen. Allerdings muss die Politik dem Vorhaben noch zustimmen. Ein entsprechendes Beschlusspapier für den Rat soll in den nächsten Wochen vorbereitet werden. Die Kosten für die Baumaßnahme liegen dem Vernehmen nach bei rund 50.000 Euro. Für den gläsernen Aufzug waren im Jahr 2015 rund 800.000 Euro im Gespräch.

Kommentar

Kommentar zum Rathaus-Zugang: Lösung überfällig

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Aufzugpläne nicht vom Tisch

Bereits 2012 gab es Planungen für einen behindertengerechten Zugang zum Rathaus. Allerdings kamen Stadt und „Pfefferkorn“-Pächter nicht zusammen: Schließlich hätte der ursprünglich geplante Aufzug vom Keller bis nach oben aus Sicht des Gastronomen Dietmar Eckardt teure Umbaumaßnahmen für seinen Betrieb nach sich gezogen.

Auch jüngere Verhandlungen zwischen Peck und Eckardt führten nicht zum Ziel. Deshalb verständigte man sich in der Stadtverwaltung unter Einbindung eines halben Dutzend von Fachämtern auf den neuen Vorschlag.

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Auf alle Zeit sind die Aufzugpläne aber wohl nicht vom Tisch: Nach Auslaufen des langjährigen Pachtvertrags mit der benachbarten Gastronomie könnte laut Peck die Hebebühne an gleicher Stelle durch einen Aufzug ersetzt werde. Vorteil: Damit würden alle Etagen des Rathauses problemlos erreicht werden.  

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