Falco-Musical in Münster
Unsterblich wurde er erst nach dem Tod

Münster -

Eine glänzend eingespielte, fünfköpfige Live­rockband sorgt für den fetzigen Sound, spärlich bekleidete Tänzer wirbeln in ausgefeilten Choreographien über die Bühne, und spezielle Licht- und Toneffekte bilden eine discoartige Kulisse. Dazwischen agiert Alexander Kerbst als Falco in Gestik, Mimik und dialektgefärbter Sprache dermaßen authentisch, dass man glaubt, das Original reden und singen zu hören.

Freitag, 24.02.2017, 13:21 Uhr aktualisiert: 24.02.2017, 14:51 Uhr
Da tobt das Leben: Hier wird Falco (Alexander Kerbst) von einem bunten Völkchen aus bekannten Stars umschmeichelt.
Da tobt das Leben: Hier wird Falco (Alexander Kerbst) von einem bunten Völkchen aus bekannten Stars umschmeichelt. Foto: Gunnar A. Pier

Zunächst, noch bevor Falco alias Hans Hölzel musikalisch in eine Reihe mit den Beatles , David Bowie und Elvis Presley gestellt wird, kommt das Musical um den genialischen österreichischen Sänger nur langsam in Fahrt. Spätestens aber, als seine ersten Hits „Vienna Calling“ und „Der Kommissar“ erklingen, zündet der Funke im Congresssaal der Halle Münsterland.

Live­rockband sorgt für fetzigen Sound

Eine glänzend eingespielte, fünfköpfige Live­rockband sorgt für den fetzigen Sound, spärlich bekleidete Tänzer wirbeln in ausgefeilten Choreographien über die Bühne, und spezielle Licht- und Toneffekte bilden eine discoartige Kulisse. Dazwischen agiert Alexander Kerbst als Falco in Gestik, Mimik und dialektgefärbter Sprache dermaßen authentisch, dass man glaubt, das Original reden und singen zu hören.

"Falco - Das Musical" 2017 in der Halle Münsterland

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  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

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  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

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  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
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    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Alexander Kerbst schlüpft in dem Musical in die Rolle des Superstars Falco.

    Foto: Gunnar A. Pier

Falco, der in diesen Tagen sechzig Jahre alt geworden wäre, kam vor knapp 20 Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Schon früh spricht er von seinem Wunschtod: „Wenn ich schon mal früh sterben sollte, dann wie James Dean – auf einer Kreuzung, im Porsche. Zack. Aus.“ „Denn unsterblich“, philosophiert er auf dem Höhepunkt seiner Karriere weiter, „ist man erst, wenn man tot ist.“

Startpunkt des biografischen Musicals

Sein Tod ist Startpunkt des biografischen Musicals, das schlaglichtartig wichtige Stationen im Leben des „ersten weißen Rappers“ nachzeichnet. Das früh bestätigte absolute Gehör zählt dazu, die problematische Kindheit, die Erfolge als Sänger, die Alkoholexzesse, die gescheiterten Beziehungen („Die Frau, die es mit mir aushält, muss erst noch geboren werden“), die Wutausbrüche, der Niedergang. Bindeglied in dieser spritzig dargeboten musikalischen Nummernrevue ist die Figur von Falcos Manager Horst Bork, die auch einige biografische Details vermittelt.

Beeindruckende gesangliche und tänzerische Leistungen

Falco ist ein getriebener Mensch, der, geplagt von Selbstzweifeln und Depressionen, aufgerieben wird zwischen zwei symbolisch konstruierten Frauenfiguren, der engelsgleichen Jeanny und der teuflischen Ana Conda, welche die Oberhand behält. Auch wenn sich der Inhalt reichlich düster anhört, kam das Musical locker-flockig und unterhaltend über die Rampe. Das lag an den beeindruckenden gesanglichen und tänzerischen Leistungen, an einem hervorragend aufgelegten Hauptdarsteller und natürlich an Hits wie „Rock me Amadeus“, „Jeanny“ oder „Out of the dark“.

Publikum „falconisiert“

Das Publikum, das auch den Original-Falco (historisches Filmmaterial) zu sehen bekam, war regelrecht „falconisiert“, wie es der Künstler ausgedrückt hätte. Stehende Ovationen.

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