Bit-Pünte ist zu
Gastronom taucht nur kurz ab

Münster -

Seine Bit-Pünte ist zu, aber Gastronom Günter Brune ist darüber nicht unglücklich. Der 61-Jährige zieht jetzt um und eröffnet Mitte März das „Kleine Brauhaus“ an der Hollenbeckerstraße.

Dienstag, 28.02.2017, 19:00 Uhr
Letzter Tag in der Bit-Pünte: Günter Brune (l.) begrüßt Kurt Pohlmann, der vor 18 Jahren der erste Gast in der Kneipe an der Bergstraße war.
Letzter Tag in der Bit-Pünte: Günter Brune (l.) begrüßt Kurt Pohlmann, der vor 18 Jahren der erste Gast in der Kneipe an der Bergstraße war. Foto: Matthias Ahlke

Es war kein Jammertal, in das sich Günter Brune am Dienstagabend in seiner „Bit-Pünte“ stürzte. Dafür waren viel zu viele Freudenthaler bei ihm im Haus, außerdem hat der Gastronom, der selbst der Karnevalsgesellschaft Freudenthal angehört, schon wieder neue Pläne. Am Dienstagabend beendete er zwar seine Ära in der „Bit-Pünte“ an der Bergstraße, am 15. März wird der 61-Jährige mit Lebensgefährtin „Heidi“ im „Kleinen Brauhaus “ an der Hollenbeckerstraße wieder auftauchen.

Dass Günter Brune von der gastronomischen Bildfläche in Münster verschwindet ist nur von kurzer Dauer. Viele seiner Stammgäste atmen auf, viele Stammtische ziehen mit um, freut sich Brune, der drei Mitarbeiter beschäftigt.

Der 61-Jährige hat das neue Lokal von der Familie Müller von Pinkus Müller gepachtet. Die letzten Pächter haben den Betrieb bereits vor Monaten verlassen.

Jetzt packt Günter Brune seine Siebensachen an der Bergstraße ein. Das gesamte Mobiliar – bis auf die Theke – will er mitnehmen. Was aus der bisherigen „Bit-Pünte“ wird, „weiß ich nicht“, sagt Brune. Ihm liegt viel daran, seine westfälische Kneipengemütlichkeit mitzunehmen. Viele seiner Gäste sprechen von ihrem „Wohnzimmer“, wenn sie „Günter und Heidi“ besuchen und seine Küche mit Eintopf, Schnitzel und Frikadellen genießen.

Dabei sah es für den Gastwirt im vergangenen Sommer nicht so gut aus. Der Pachtvertrag von Günter Brune lief aus, gern hätte er an der Bergstraße verlängert. Doch dann wurde bekannt, dass das Haus mit Münsters zweitkleinster Kneipe verkauft werden sollte. Was inzwischen auch geschehen sei, so Brune. Er habe keinen Kontakt zum Käufer und wisse nicht, was mit dem Gebäude passieren soll. Fest steht aber, dass das denkmalgeschützt ist.

Der gelernte Metzger Brunde begann seine Gastronomiekarriere im Bullenkopp, später war er im Töddenhoek, dann übernahm er vor 18 Jahren die „Bit-Pünte“. Sein neues Lokal ist mindestens doppelt so groß, doch für Günter Brune verändert sich trotz Umzug nichts. „Ich bleibe in der Stadt und ziehe nur 200 Meter weiter.“

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