Bund will Teile der York-Kaserne nicht verkaufen
Rückschlag in Gremmendorf

Münster-Gremmendorf -

Auf dem Gelände der Gremmendorfer York-Kaserne sollen 1800 Wohnungen gebaut werden. Vielleicht müssen jetzt Abstriche gemacht werden.

Sonntag, 19.03.2017, 08:00 Uhr aktualisiert: 19.03.2017, 12:32 Uhr
York Kaserne. 
York Kaserne.  Foto: Günter Benning

Die ohnehin komplizierten Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und der Stadt Münster über den Verkauf der York-Kaserne werden jetzt noch etwas komplizierter. Die Bima hat für einen Teil des insgesamt rund 50 Hektar großen Areals einen sogenannten Bundesbedarf reklamiert. Diese Fläche stehe für den Verkauf aktuell nicht zur Verfügung, so Peter Waanders, bei der Bima in Münster zuständig für den Verkauf. Für eine weitere Teilfläche laufe derzeit die Prüfung.

Damit stellt sich die Frage, ob die Stadt Münster weiterhin – wie geplant – auf dem Kasernengelände 1800 Wohnungen unterbringen kann. Auch bei der Gestaltung des Geländes könnten sich deutliche Probleme ergeben.

Verkaufssperre

Zur Größe der zurückgehaltenen Fläche machte Waanders keine Angaben. Eine grundlegende Gefahr für die Planungen der Stadt sieht der Bima-Vertreter nicht. Auf Nachfrage wies er darauf hin, dass die in Rede stehenden Gebäude, von denen sich die Bima nicht trennen möchte, mitten auf dem Areal platziert sind.

Dem Vernehmen nach hat der Bund den Eigenbedarf im Zusammenhang mit der aktuellen Nutzung der Kaserne für Flüchtlinge angemeldet. Ob und wann die Verkaufssperre später aufgehoben wird – auch dazu konnte Waanders nichts sagen.

Gerüchte nichts bestätigt

Keine Bestätigung gibt es derweil für die in der Stadt kursierende Gerüchte erhalten, wonach die Bima einen grundsätzlichen Verkaufsstopp für die York-Kaserne und die Gievenbecker Oxford-Kaserne planen soll. Im Hintergrund stehen die Überlegungen der Bundeswehr, in den kommenden Jahren um 20 000 bis 25 000 Soldaten zu wachsen.

Insider hatten darüber spekuliert, dass die beiden münsterischen Kasernen als Bundeswehr-Standorte in Frage kommen könnten und bis zum Abschluss einer entsprechenden Prüfung „blockiert“ seien.

Verkaufsgespräche gehen weiter

Waanders sagte aber, dass die Verkaufsgespräche mit der Stadt, abgesehen von besagten Teilflächen, derzeit weitergehen. 2012 und 2013 haben die britischen Streitkräfte die Kasernen verlassen. Seitdem plant die Stadt.

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