Diskussion über York-Kaserne
Zwei Kasernengebäude für Zollschüler reserviert

Münster -

Die CDU wartet mit neuen Informationen zur York-Kaserne auf. Dort sollen möglicherweise Zollschüler einziehen.

Dienstag, 21.03.2017, 20:00 Uhr
Blick in die York-Kaserne
Blick in die York-Kaserne Foto: mlü

Die Diskussion um die York-Kaserne geht weiter. Der CDU-Fraktionschef kritisierte die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima), erklärte aber auch, dass ein Teil des Kasernengeländes nicht an die Stadt verkauft werde.

Bima-Sprecher Peter Waanders hatte unserer Zeitung mitgeteilt, dass eine Teilfläche der York-Kaserne in Gremmendorf, wo die Stadt ein großes Wohnquartier schaffen möchte, beim Bund bleibe. Für eine weitere Teilfläche, so Waanders, laufe derzeit eine entsprechende Prüfung.

Weber dazu: „Es entspricht keinem professionellen Standard, nicht abgestimmte Äußerungen öffentlich zu verlautbaren.“ Auch im Berliner Finanzministerium, so Weber weiter, seien die Äußerungen „über laufende Verhandlungen mit der Stadt scharf kritisiert“ worden.

Weber widersprach der Information, wonach der von der Bima angesprochene und geprüfte „Bundesbedarf“ im Zusammenhang mit einer Nutzung der Fläche für Flüchtlinge stehe. Laut Weber hat der Bund „nach Abstimmung mit der Stadt“ zwei Kasernengebäude reserviert, um sie für Appartements für etwa 100 Zollschüler der Bundesfinanzschule nutzen zu können.

Für verschiedene, von unserer Zeitung befragte Ratsmitglieder ist dieser Sachverhalt neu.

Auch der SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung sprach von einer „grundlegenden Veränderung“ der Planung. In allen politischen Besprechungen sei noch nie die Rede davon gewesen, dass ein Teil des Kasernengelände beim Bund verbleibe. Der Versuch der CDU, so zu tun, als sei alles ganz normal, lenke vom Problem ab.

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