Mi., 22.03.2017

Baupläne in Gremmendorf Hitzige Debatte über Konversion

 Bei der Ratssitzung am Mittwoch über Konversionspläne in Gremmendorf kam es zu einer hitzige Debatte.

Bei der Ratssitzung am Mittwoch über Konversionspläne in Gremmendorf kam es zu einer hitzige Debatte. Foto: Jean-Marie Tronquet

Münster - 

Eine hitzige Debatte entbrannte bei der Ratssitzung am Mittwochabend. Vorausgegangen war die Frage, ob die Konversionspläne in Gremmendorf ein Rückschlag seien oder nicht.

Von Dirk Anger

Rückschlag bei den Konversionsplänen in Gremmendorf oder nicht? Über diese Frage entbrannte in der Ratssitzung am Mittwoch eine hitzige Debatte. Die mögliche weitere Nutzung von zwei Gebäuden auf dem Gelände der York-Kaserne durch den Bund stört in den Augen von CDU und Stadtspitze den Konversionsprozess nicht. Dagegen sprach SPD-Ratsfraktionschef Dr. Michael Jung von einer „gravierenden Veränderung, mit der wir bisher nicht gerechnet haben“.

Interesse an zwei Gebäuden

Das Interesse des Bundes an zwei Gebäuden sei der Verwaltung bekannt, räumte Oberbürgermeister Markus Lewe eingangs der Sitzung ein. Parteiübergreifend gab es deshalb Kritik an der Stadtspitze, dass die Ratspolitik nicht darüber informiert worden sei.

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„Warum scheut man sich davor?“, fragte FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff. Auf das „erhöhte Kommunikationsbedürfnis“ will die Stadtverwaltung laut Lewe jetzt mit zusätzlichen Informationen über den Konversionsprozess reagieren.

Der Oberbürgermeister versprach: Die Kaufverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gingen unabhängig vom Interesse des Bundes an „den sehr kleinen Teilflächen“ unbeeinflusst weiter. Auch die Arbeit am Bebauungsplan gehe voran. „Das ist nicht der Kauf einer Pommesbude“, verdeutlichte Lewe die Dimension des Projekts.

Kein zielgerichtetes Vorgehen

„Seit 2013 sind die Kasernen frei, bis 2017 ist nichts zu erkennen“, kritisierte unterdessen FDP-Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff die bisherige Entwicklung. Sie mahnte an, möglichst schnell mit professioneller Hilfe die Verhandlungen voranzubringen.

„Als nicht zielgerichtet und vom Ende her gedacht“, bezeichnete SPD-Politiker Jung das bisherige Vorgehen. Linke-Fraktionschef Rüdiger Sagel sprach in diesem Zusammenhang von einem „Pokerspiel“.

Grünen-Fraktionschef Otto Reiners äußerte den Wunsch, die Verhandlungen über den Grundstücksankauf zügig zum Abschluss zu bringen. Die Stadt plant, auf dem Gelände der Gremmendorfer Kaserne etwa 1700 Wohnungen zu bauen.



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