4300 Euro pro neu bebautem Quadratmeter
Immobilienpreise in Münster klettern unaufhaltsam

Münster -

Wohnen in Münster wird immer teurer. Eigentumswohnungen oder Häuser für den Normal-Verdiener sind mittlerweile kaum noch erschwinglich. Die Stadt hat am Dienstag die aktuelle Preisentwicklung zusammengefasst.

Dienstag, 28.03.2017, 18:30 Uhr aktualisiert: 28.03.2017, 19:07 Uhr
Michael Tegtmeier, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Münster, erläutert den Grundstücksmarktbericht 2017.
Michael Tegtmeier, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Münster, erläutert den Grundstücksmarktbericht 2017. Foto: Stadt Münster

Die Immobilienpreise haben im vergangenen Jahr in Münster weiter angezogen. Während vor fünf Jahren nur fünf Prozent der Neubauwohnungen für mehr als 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft wurden, liegt dieser Anteil aktuell bei 60 Prozent. Im Durchschnitt kosteten 2016 neue Eigentumswohnungen gut 4300 Euro pro Quadratmeter. Dies geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht hervor, den die Stadt am Dienstag vorstellte.

Weniger Verkäufe im Stadtgebiet

„Mit knapp 2500 Kaufverträgen wurden deutlich weniger Verträge registriert als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre“, betont der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Münster, Michael Tegtmeier. Für den Bericht hatte der Gutachterausschuss alle Kaufverträge aus dem Stadtgebiet erfasst und ausgewertet.

Besonders bei den unbebauten Grundstücken gab es deutlich weniger Verträge, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Mit nur 162 Grundstücken für Einfamilienhäuser wurden fast 60 Grundstücke weniger als 2015 verkauft. Die Preise sind jedoch 2016 mit drei Prozent nur leicht gestiegen.

Wie dicht wohnen die Münsteraner?

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  • Wie dicht wohnen die Münsteraner? Wie dicht werden künftige Wohngebiete sein? Für jedes Quartier hat das münsterische Stadtplanungsamt die spezifische Wohndichte errechnet. Diese Zahl benennt die Wohneinheiten je Hektar (gleich 10 000 Quadratmeter).

    Foto: Matthias Ahlke
  • Erpho-Bogen, Quartier auf dem alten Winkhaus-Gelände am Bohlweg/Ecke Niedersachsenring. Wohndichte: 205.

    Foto: Oliver Werner
  • Schulstraße/Ecke Altumstraße, Quartier im Kreuzviertel nahe der Grevener Straße. Wohndichte: 145.

    Foto: Oliver Werner
  • Auenviertel, nördlicher Teil, Wohngebiet entlang der Dieckmannstraße in Gievenbeck. Wohndichte: 68.

    Foto: Oliver Werner
  • Prins-Claus-Straße, Quartier auf dem alten Kasernengelände zwischen Grevener Straße und Gasselstiege. Wohndichte: 58.

    Foto: Oliver Werner
  • Mühlhäuser Straße,  Quartier auf dem ehemaligen Niederbeckmann-Gelände, nahe Wolbecker Straße. Wohndichte: 54.

    Foto: Oliver Werner
  • Dauvemühle, Wohnquartier südlich der Westhoffstraße in Kinderhaus. Wohndichte: 52.

    Foto: Oliver Werner
  • Johanne-Wallhorn-Weg,  Quartier nahe Stolbergstraße und Piusallee. Wohndichte: 48.

    Foto: Oliver Werner
  • Knufenkamp und Nachbarstraßen, Wohngebiet südlich der Dülmener Straße in Albachten. Wohndichte: 41.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Helene-Weigel-Weg und Nachbarstraßen, Wohngebiet nahe der Meesenstiege in Hiltrup. Wohndichte: 36.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Brockkamp und Nachbarstraßen, Wohngebiet nördlich der Roxeler Straße in Roxel. Wohndichte: 34.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Davertstraße und Nachbarstraßen, Wohngebiet am südlichen Rand von Amelsbüren. Wohndichte: 29.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dorbaumstraße und Nachbarstraßen, Wohngebiet in Handorf-Dorbaum. Wohndichte: 27.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Peppinghegeweg und Nachbarstraßen, Wohngebiet im Süden von Angelmodde. Wohndichte: 25.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Anton-Bruchausen-Straße, geplantes Neubaugebiet im Zentrum Nord. Wohndichte: 170-190.

    Foto: -kb-
  • Roddestraße, geplantes Neubaugebiet nahe der Friedrich-Ebert-Straße. Wohndichte: 160-170.

     

    Foto: -kb-
  • Moldrickx-Gelände, geplantes Baugebiet auf altem Gärtnerei-Areal in Kinderhaus. Wohndichte: 80-90.

    Foto: kaj
  • Beresa-Gelände,  geplanten Neubaugebiet auf dem Areal des alten Autohauses in Mecklenbeck. Wohndichte: 65.

    Foto: sch
  • Albachten Ost, geplantes Neubaugebiet in Albachten südlich der Weseler Straße. Wohndichte: 55.

    Foto: sn
  • Markweg, geplantes Baugebiet auf altem Gärtnereigelände südlich des Markweges, nahe Hoher Heckenweg. Wohndichte: 50.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Petersdamm, Neubaugebiet auf dem früheren Lancier-Gelände in Wolbeck. Wohndichte: 25-30.

    Foto: mlü
  • Landwehr, Neubaugebiet nördlich der Straße Landwehr in Sprakel. Wohndichte: 25-30.

    Foto: kaj

Einfamilienhaus für durchschnittlich 450.000 Euro

Nicht so stark ist der Rückgang bei den bebauten Grundstücken. So wechselten rund 630 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer. Frei stehende Einfamilienhäuser kosteten 2016 im Mittel rund 450.000 Euro, typische Doppelhaushälften lagen zwischen 200.000 und 560.000 Euro, Reihenhäuser gab es für 150 000 bis 390 000 Euro. Die Preise stiegen gegenüber 2015 um rund sechs Prozent, bei den Mehrfamilienhäusern um rund zehn Prozent.

Bei den Eigentumswohnungen registrierte der Gutachterausschuss leicht höhere Verkaufszahlen gegenüber 2015. Mit etwas mehr als 1300 Verträgen waren es fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Gebrauchte Wohnungen waren deutlich günstiger zu haben als neue: von rund 1650 Euro pro Quadratmeter in den äußeren Stadtteilen bis zu 3200 Euro im zentrumsnahen Bereich.

Bodenrichtwerte deutlich angehoben

Der in den letzten Jahren anhaltende Trend zu höheren Grundstückspreisen war Anlass für den Gutachterausschuss, die Bodenrichtwerte, die jährlich für unbebaute Grundstücke beschlossen werden, nochmals spürbar anzuheben: in den äußeren Stadtteilen in der Regel um zehn Prozent, im Zentrum und in den zentrumsnahen Stadtteilen um 20 Prozent, teilweise auch mehr.

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Sämtliche aktuellen Zahlen enthält der Grundstücksmarktbericht 2017. Er ist für 30 Euro im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33, und in der Münster-Information, Heinrich-Brüning-Straße, erhältlich.

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