Landgericht verurteilt die Angeklagten nach Jugendstrafrecht
Mehrjährige Haftstrafen nach Messerstecherei

Münster-Kinderhaus -

Die 1. Strafkammer des Landgerichts Münster hat zwei junge Männer verurteilt, die im August 2016 in Kinderhaus einen Mann bedroht und verletzt hatten.

Mittwoch, 29.03.2017, 18:01 Uhr aktualisiert: 29.03.2017, 22:00 Uhr
 
  Foto: dpa/Friso Gentsch (Symbolbild)

Wie die Pressestelle des Landgerichts mitteilte, sind beide nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Der 19-Jährige, der mehrfach mit dem Messer zugestochen hatte, wurde wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Der 18-Jährige, der dem Opfer eine Schreckschusspistole vor den Kopf gehalten hatte, wurde laut Pressestelle zu drei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Beide Angeklagten waren voll geständig und nicht vorbestraft.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden 18 und 19 Jahre alten Männern vorgeworfen, im August 2016 einen Mann mit einer Schreckschusspistole bedroht zu haben, um an diesem Rache zu nehmen wegen angeblicher Belästigungen einer Freundin. Die Angeklagten suchten den Mann zu Hause auf. Der 18-Jährige hielt ihm die Schreckschusspistole vor den Kopf. Im Zuge der Ausein­andersetzung stach der 19 Jahre alte Angeklagte dem Opfer mindestens einmal mit einem Messer in den Bauch. Dann liefen die Männer weg, das Opfer setzte hinterher und brachte den 18-Jährigen zu Boden. Dessen Freund kehrte zurück und fügte dem Opfer weitere Stichverletzungen zu. Das Opfer erlitt akut lebensgefährliche Verletzungen und konnte nur auf Grund sofort eingeleiteter intensivmedizinischer Maßnahmen gerettet werden.

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