Münster-Tatort
Falsche Leiche stört Prahl und Liefers beim Tatort-Dreh

Münster/Baden-Baden -

Am Sonntag läuft der nächste Münster-Tatort im Fernsehen. Doch bevor diese Folge im Kasten war, mussten Axel Prahl und Jan Josef Liefers besonders starke Nerven zeigen. Denn ein ziemlich lebendiger Leichenschauspieler torpedierte die Dreharbeiten.

Donnerstag, 30.03.2017, 11:40 Uhr aktualisiert: 30.03.2017, 12:14 Uhr
Münster-Tatort : Falsche Leiche stört Prahl und Liefers beim Tatort-Dreh
Am Sonntag wird die richtige Tatort-Leiche zu sehen sein und nicht Guido Cantz, der sich für „Verstehen Sie Spaß?“ an den Set gemogelt hat. Foto: WDR/Thomas Kost

„Oh nee Freunde, echt nicht!“ Genervt wirbelt Axel Prahl den unfeinen Duft weg, der ihm vom Seziertisch entgegenströmt. Der Mann, der dort reglos als Leiche liegen soll, während sich Prahl und Boerne als Kommissar Thiel und Professor Boerne über eine Spur im aktuellen Fall unterhalten, hält einfach nicht still. Zittern, Husten, Räuspern - zum x-ten Mal muss die Szene deswegen wiederholt werden. Und jetzt hat er auch noch deutlich vernehmbar einen fahren lassen.

Doch der so besonders leblosen „Leiche“ ist das anscheinend nicht einmal unangenehm. Es ist Fernsehmoderator Guido Cantz, der sich für seine Unterhaltungsshow „Verstehen Sie Spaß?“ an den Tatort-Set gemogelt hat. Die Gefahr, erkannt zu werden, ist besonders gering, denn die Maskenbildner haben bei der Umwandlung vom Showmaster zur Leiche ganze Arbeit geleistet. Aufgedunsen und mit blutunterlaufenem Gesicht bringt er vom Seziertisch aus den Dreh durcheinander. Die Arbeiten für die kurze Szene ziehen sich mehr als eineinhalb Stunden hin.

Prahl und Liefers humorvoll

Die Tatort-Stars reagieren mit Humor: „Frag doch mal das Catering, ob die Propofol haben“, schlägt Jan Josef Liefers vor, um die Leiche ruhigzustellen. „Was ist denn los? Tut irgendwas weh?“, versucht es Axel Prahl auf weniger rabiate Weise. „Hast du das im Preisausschreiben gewonnen?“, hakt Liefers nach. 

Nicht ganz, aber mit dem versteckten Dreh hat sich Guido Cantz einen persönlichen Wunsch erfüllt, wie er der dpa erzählt: „Es war schon immer mein Traum, einmal im Tatort die Leiche zu spielen.“ Es ist das erste Mal, dass sich die Samstags-Show „Verstehen Sie Spaß?“ den Quotengaranten vom Sonntag für einen Streich vorknöpft.

„Es ist für die Zuschauer auch eine gute Gelegenheit, mal hinter die Kulissen zu schauen“, sagt Cantz. Wie er die beiden Tatort-Schauspieler reinlegt, wird in der Show an diesem Samstag (1. April), um 20.15 Uhr, im Ersten gezeigt. Prahl und Liefers werden in der Live-Show zu Gast sein.

Ihr Tatort läuft am Sonntag (2. April), 20.15 Uhr, im Ersten. Cantz wird dann übrigens nicht zu sehen sein. Die Szene mit der Leiche musste mit einem anderen Darsteller erneut gedreht werden, da dieser im Krimi zuvor als Lebender zu sehen ist.

Mehr zum Münster-Tatort

„Fangschuss“ ist der 26. Tatort aus Münster. Er wurde ab November gedreht, unter anderem im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Damals unter dem Arbeitstitel  "Klappe zu, Affe tot" .

Dort haben wir Axel Prahl und seine Kollegin Janina Fautz zum Videointerview  getroffen. Außerdem haben wir haben einen Komparsen gefragt, welche Erfahrungen er am Tatort-Set  gemacht hat. 

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Dreharbeiten für den Münster-Tatort „Klappe zu, Affe tot“

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  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: kal
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner

 

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