Sondersitzung der BV Südost
Stadt kann aktuell 90 Prozent der York-Kaserne kaufen

Münster -

Gewiss, es wurde auch darüber diskutiert, wer wann was hätte wissen müssen oder wer wann wen hätte informieren müssen. Aber Schwamm drüber!

Donnerstag, 30.03.2017, 20:46 Uhr aktualisiert: 30.03.2017, 20:50 Uhr
Mit dem Gelände der York-Kaserne beschäftigte sich die Bezirksvertretung Münster-Südost in einer Sondersitzung.
Mit dem Gelände der York-Kaserne beschäftigte sich die Bezirksvertretung Münster-Südost in einer Sondersitzung. Foto: Stadt Münster

Bei der Sondersitzung der Bezirksvertretung Münster-Südost am Donnerstagabend wurde der in den vergangenen Tagen kontrovers diskutierte Themenkomplex York-Kaserne sehr umfassend und nachvollziehbar abgearbeitet. Dafür verantwortlich waren Lutz Leide, Leiter der Geschäftsbereiche Bauen und Facility Management in der Bonner Zentrale der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der städtische Dezernent Siegfried Thielen sowie Christian Schowe, Leiter des Stadtplanungsamtes.

Nach Angaben von Lutz Leide stehen derzeit etwa 90 Prozent des rund 50 Hektar großen Kasernen-Geländes zum Verkauf an. Bekanntlich möchte die Stadt Münster die Kaserne von der Bima erwerben. Für diese Fläche wird ein Abschluss der Verkaufsverhandlungen für diesen Sommer angestrebt.

Voraussetzung sei, so Leide, dass man sich auf einen Preis einigen könne. Im Rückblick auf die erfolglosen Verhandlungen der vergangenen Jahre bezeichnete es der Bima-Vertreter als Hemmschuh, dass sich die Stadt und die Bima nicht auf einen gemeinsamen Gutachter zur Ermittlung des Grundstückswertes hätten einigen können. „Es ist immer schlecht, mit zwei Gutachtern zu arbeiten.“

Bis auf weiteres nicht zum Verkauf steht auf dem Kasernengelände eine knapp ein Hektar große Fläche mit drei Gebäuden darauf (Nummern 3, 12 und 14). Sie werden genutzt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

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Weiter prüft die Bima einen Eigenbedarf für die Gebäude 17 und 40. Sie sollen der Bundesfinanzschule als Wohnheime für Zollschüler angeboten werden. Darüber hinaus befindet sich auf dem Gelände der York-Kaserne die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Sie soll nach den aktuellen Planungen im Verlauf des Jahres 2018 umziehen, so dass die Stadt dann auch diese Fläche in ein Wohnquartier umwandeln kann.

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