TV-Kritik zu „Fangschuss″
Schöne Haare und wilde Story im Münster-Tatort

Münster -

Liebevolle Ausstattung und die beliebten Frotzeleien zwischen Boerne und Thiel: Der Münster-Tatort „Fangschuss″ machte Spaß. Trotz Schwächen im kriminalistischen Part.

Sonntag, 02.04.2017, 21:45 Uhr aktualisiert: 02.04.2017, 21:47 Uhr
TV-Kritik zu „Fangschuss″ : Schöne Haare und wilde Story im Münster-Tatort
Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, M) stellt Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, l) seine angebliche Tochter Leila Wagner (Janina Fautz, r) vor. Foto: WDR/Martin Menke

Die mit Abstand schönste Szene dieses Films war – natürlich – die Verfolgungsjagd vom Museumsfoyer durchs Restaurant auf die Straße: Authentische Münster-Bilder eines spektakulären Gebäudes, die wohl nicht nur Lokalpatrioten faszinierten. Überhaupt hatte der von Buddy Giovinazzo inszenierte „Tatort“ optisch einiges zu bieten; vom blauen Schopf der vermeintlichen Thiel-Tochter bis zum gediegenen Outfit des Jagdschein-Aspiranten Boerne machte die liebevolle Ausstattung Spaß.

Leider konnte der Kriminalfall, den das Autorenduo Stefan Cantz und Jan Hinter konstruiert hatte, nicht ganz mithalten: Die verschlungene Geschichte um eine zwielichtige Herstellerin von Haarwuchsmitteln, die zugleich Boernes Prüferin war, und den Mord an einem Journalisten, der sich schließlich als Vater der blauhaarigen Leila herausstellte, ließ sich am Ende wohl nur noch mit dem schwachen Einfall eines fehlgeleiteten Telefonats sowie einer schier unglaublichen Jagdszene auflösen.

 

 

Mehr zur Tatort-Folge

„Fangschuss“ ist der 26. Tatort aus Münster. Er wurde ab November gedreht, unter anderem im LWL-Museum für Kunst und Kultur . Damals unter dem Arbeitstitel „Klappe zu, Affe tot″. Dort haben wir Axel Prahl und seine Kollegin Janina Fautz zum  Videointerview  getroffen. Außerdem haben wir haben einen Komparsen gefragt, welche Erfahrungen er am Tatort-Set  gemacht hat. 

Bei den Dreharbeiten wurden die Tatort-Stars . Moderator Guido Cantz strapazierte als ziemlich lebhafte Leiche die Nerven von Jan Josef Liefers und Axel Prahl.

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Klugerweise vermieden die Autoren aber den Fehler, alle bekannten Figuren der Reihe direkt in den Fall einzubeziehen: „Alberich“ und die Staatsanwältin spielten diesmal tatsächlich nur Nebenrollen, „Vadder“ Thiel kam gar nicht vor – das darf auch mal sein.

Für Münster-„Tatort“-Fans bilden ja ohnehin die Dialog-Frotzeleien den größten Reiz dieser Krimis. Für die war rund um Boer­nes Umtriebe zwischen Muffelwild und Stummelschwanz-Makaken bestens gesorgt.

Dreharbeiten für den Münster-Tatort „Klappe zu, Affe tot“

1/8
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: kal
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
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