Originalschauplatz-Check
So viel Münster war im Tatort Münster zu sehen

Münster -

Wie viel Münster war im Münster-Tatort zu sehen? Wir haben uns die Folge angeschaut – und sind auf knapp sieben Minuten gekommen, die am Originalschauplatz spielen.

Montag, 03.04.2017, 06:55 Uhr aktualisiert: 03.04.2017, 07:15 Uhr
Originalschauplatz-Check : So viel Münster war im Tatort Münster zu sehen
Szenen aus dem Münster-Tatort von Sonntagabend: Foto: Screenshots WDR

Nach 43 Minuten ist der Münster-Tatort zum ersten Mal ein echter Münster-Tatort – endlich! Die junge Frau, die in der am Sonntagabend ausgestrahlten Folge „Fangschuss“ behauptet, die Tochter von Kommissar Thiel (Axel Prahl) zu sein, sitzt mit Smartphone auf der Rathaustreppe, während eine Gruppe Nonnen vorbeizieht. Was für ein Klischee! Immerhin: Es regnet nicht.

Alles, was davor passiert ist, kann in Münster gedreht worden sein – wurde aber wohl nicht in Münster gedreht. Der Friedhof zu Beginn – befindet sich vermutlich irgendwo anders. Das düstere Wohnviertel – wohl auch. Das Fabrikgelände – Standort fraglich.

So schnell das echte Münster in der 43. Minute auftaucht, so schnell ist es wieder verschwunden. Die vermeintliche Tochter läuft über den Prinzipalmarkt – und landet in einem Zoo, der offensichtlich nicht der Allwetterzoo ist.

Neun Minuten später hängt im TV-Polizeipräsidium immerhin eine Münster-Karte an der Wand. Die Beschriftung dürfte den Beamten sehr hilfreich sein: Nord, Süd, West, Ost und Mitte steht drauf.

Nach einer Stunde und vier Minuten folgt eine Verfolgungsjagd durch ein Wohnviertel, das wie das Kreuzviertel aussieht, aber wohl nicht das Kreuzviertel ist. Die Protagonisten rennen an einem Pkw mit dem Kennzeichen von Mettmann vorbei – womöglich ein Indiz, dass diese Szene – wie üblicherweise auch alle Innenaufnahmen – in Köln gedreht worden sein könnte.

Nach einer Stunde und zwölf Minuten hat Münster dann allerdings seinen ganz großen Auftritt. Thiel ermittelt im Landesmuseum, blättert ein Buch im Museumsshop durch, verfolgt dann einen Verdächtigen durchs Restaurant, stürmt auf die Straße, kreuzt die Pferdegasse.

Dreharbeiten für den Münster-Tatort „Klappe zu, Affe tot“

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  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: kal
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner
  • „Klappe zu, Affe tot“ Foto: Oliver Werner

Fünf Minuten Münster am Stück – das gibt es nicht oft beim Münster-Tatort.

Die Schlussszene spielt wie der Anfang auf einem – diesmal anderen – Friedhof. Doch auch der ist anscheinend nicht in Münster. Die Stadtteil-Kollegen unserer Redaktion tippen mit Blick auf die hügelige Landschaft im Hintergrund auf die Voreifel. Die ja in der Nähe von Köln liegt. Was ja wiederum gut passen würde.

Die Kamera geht in die Totale, ein Schild am Eingang des Friedhofs kommt ins Bild, ein Winterdienst-Hinweis. Der Name der Kommune, die das Schild aufgehängt hat, ist mit schwarzem Klebeband unkenntlich gemacht. Damit scheint klar: Diese Szene wurde nicht in Münster gedreht.

Immerhin: fast sieben Minuten Münster in einer Folge – die Stadt war in der Vergangenheit auch schon mal deutlich seltener zu sehen.

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