Hallenbad Ost
Sauna im Ostbad bleibt kalt

Münster -

Vor sechs Jahren wurde das Hallenbad Ost umfangreich renoviert. Dazu gehörte auch der Saunabetrieb im Keller. Jetzt hat die Betreiberin Dampf abgelassen und den Betrieb eingestellt.

Mittwoch, 05.04.2017, 11:44 Uhr
Das Hallenbad Ost ist momentan mit der Aufgabe des Saunabetriebes um eine Attraktion ärmer geworden. Wie die freien Räume im Keller genutzt werden, steht noch in den Sternen.
Das Hallenbad Ost ist momentan mit der Aufgabe des Saunabetriebes um eine Attraktion ärmer geworden. Wie die freien Räume im Keller genutzt werden, steht noch in den Sternen. Foto: Oliver Werner

Die Sauna im Hallenbad Ost bleibt vorerst kalt. Die letzte Pächterin gab Ende März den Betrieb auf. Das städtische Sportamt denkt momentan über eine neue Verpachtung nach. Wie die Räume künftig genutzt werden, darüber werde noch diskutiert, sagt der Fachstellenleiter für Bäder im Sportamt, Winfried Reher.

Zwei Verschlechterungen binnen kurzer Zeit

Ende März gab die 57-jährige Pächterin ihren Saunabetrieb im Keller des Hallenbades am Mauritz-Lindenweg auf. Eine wirtschaftliche Zukunft sah sie dort nach eigenen Angaben für sich nicht mehr. Die Pächterin berichtet von zwei Verschlechterungen, die sie innerhalb kürzester Zeit schlucken musste und verweist in diesem Zusammenhang auf die neue Regelung des Mindestlohns und auf die Beendigung des Steuerprivilegs für Saunabetriebe.

Stammgäste des Saunabetriebs setzten sich zudem noch für den Erhalt des Angebotes ein und sammelten bis zu 300 Unterschriften.

Das städtische Amt für Immobilienmanagement in Münster geht auch künftig von einer Bad-affinen Nutzung aus. Anderes mache keinen Sinn, heißt es. Trotzdem sei eine wirtschaftliche Nutzung nicht einfach, zumal das Hallenbad und die Sauna nur über einen gemeinsamen zentralen Eingang zu erreichen sind, heißt es.

Suche nach einer vernünftigen Lösung

Es habe sich gezeigt, betont Winfried Reher vom Sportamt, dass sich ein Saunabetrieb in dem begrenzten Raumangebot nicht trägt. Obschon das Hallenbad mit der Sole schon weitgehende Öffnungszeiten bis in den Abend habe. Allerdings seien die Zeiten am Wochenende begrenzt.

Deswegen hält Reher eine Anschlussnutzung durch einen dritten Pächter im Keller des Hallenbades „für nicht sinnstiftend“. Nun suchen alle Beteiligten nach einer vernünftigen Lösung, die zum Hallenbad passt. Es sei aber auch baulich schwer, etwas an der heutigen Situation zu verändern.

Erst vor sechs Jahren war das Hallenbad Ost mit rund 5,6 Millionen Euro renoviert worden. Erweitert und modernisiert wurde damals auch der Saunabereich mit einer Bio-, einer Kräuter- und einer normalen Sauna. Die Pächterin war seit dem Jahr 2012 am Ball.

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