Frauennotruf
Sicher unterwegs

Münster -

Der Frauennotruf startet eine neue Kampage: „Sicher unterwegs“.

Mittwoch, 12.04.2017, 07:00 Uhr

Beerenfarbene Bändchen – richtig schick. Aber nicht nur das – hilfreich sind sie, ein Signal von Frauen an Frauen. Wer sie trägt, der macht anderen deutlich: „Ich bin ansprechbar, ich bin gern bereit zu helfen, zu unterstützen, da zu sein.“

Sicher im Alltag

Das kann in ganz alltäglichen Situationen passieren, informieren die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs, die die zündende Idee zur Aktion hatten. „Sicher unterwegs“ heißt sie. Und – wie der Name schon sagt – sich an Mädchen und Frauen richtet, die in der Öffentlichkeit unterwegs sind.

Das Bändchen am Handgelenk, an der Tasche oder auch am Mantel schafft gleich eine Verbindung zu anderen

Gerlinde Gröger

„Das kann an der Bushaltestelle sein, das kann auf dem Heimweg sein oder auch in einem Club“, erläutert Gerlinde Gröger Gedanken, die sie mit dieser Initiative verbindet. Die Leiterin des Frauennotrufes und ihre Kolleginnen wissen aus der täglichen Beratungsarbeit, dass es oft die Alltagssituationen sind, in denen Frauen sich unsicher fühlen.

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„Das Bändchen am Handgelenk, an der Tasche oder auch am Mantel schafft gleich eine Verbindung zu anderen“, sind sie sicher. Außerdem haben sie zusätzlich noch Aufkleber entwickelt, die auf dem Schutzblech des Fahrrads angebracht werden können und gut sichtbar leuchten. Auch das sei ein zusätzliches Signal: „Gemeinsam fühlt man sich einfach sicherer.“

Gut sichtbar getragene Bändchen

Das Erkennungszeichen „Bändchen“ hat sich das Team des Frauennotrufes von Großveranstaltungen und Clubs „abgeguckt“: „Dort gibt es ja schon lange so etwas als Eintritt zu Events.“ Die beerenfarbigen Bändchen sollen aber ein „Dauersignal“ senden, deshalb freuen sich Gerlinde Gröger, Daniela Stöveken und Andrea W., wenn sie regelmäßig und gut sichtbar getragen werden.

Je selbstverständlicher das werde, umso besser auch die Vernetzung der Frauen untereinander. Das habe schon das Projekt „Luisa“ gezeigt: „Das kennt inzwischen fast jeder, nicht nur in Münster“, hat das Beratungsteam festgestellt. Mit dem Code „Ist Luisa da?“ können Frauen signalisieren, dass sie Hilfe benötigen. Eine von vielen Ideen – von Münsters Frauennotruf erfolgreich angestoßen und in anderen Städten angekommen.

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