Bauarbeiten sind angelaufen
Skulptur-Projekte: Kunstwerk auf der OFD-Brache

Münster -

Auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen alten Oberfinanzdirektion entsteht ein Kunstwerk der Skulptur-Projekte 2017. Der Künstler, Christian Odzuck, stellte es am Donnerstag in Münster vor.

Donnerstag, 20.04.2017, 19:30 Uhr aktualisiert: 24.04.2017, 14:06 Uhr
Auf dem Gelände der OFD an der Andreas-Hofer-Straße wird derzeit Christian Odzucks (l.) Kunstwerk errichtet. Neben ihm Kuratorin Dr. Marianne Wagner. Das Gerüst wird übrigens während der Skulptur-Projekte stehen bleiben.
Auf dem Gelände der OFD an der Andreas-Hofer-Straße wird derzeit Christian Odzucks (l.) Kunstwerk errichtet. Neben ihm Kuratorin Dr. Marianne Wagner. Das Gerüst wird übrigens während der Skulptur-Projekte stehen bleiben. Foto: Matthias Ahlke

Auferstanden aus Ruinen: Gerade erst ist die alte Oberfinanzdirektion an der Andreas-Hofer-Straße abgerissen worden, da stehen auf dem Grundstück bereits Baugerüste. Nur: Es ist nicht die an dieser Stelle geplante Gesamtschule, die dort errichtet wird – sondern ein Kunstwerk der Skulptur-Projekte. Und in das werden Teile der alten OFD integriert sein. Sozusagen eine künstlerische Resteverwertung.

Kunstwerk von Christian Odzuck 

Verantwortlich zeichnet Christian Odzuck. Sein Kunstwerk erinnert nicht nur an das Bauwerk, das zuvor an dieser Stelle stand. Es besteht auch zum Teil aus dem alten Bauwerk. Auf dem Boden liegen Splitter der früheren OFD-Fassade, an einer Mauerseite steht eine 23 Meter hohe Straßenlaterne vom alten OFD-Parkplatz. „Wir hatten sie vor dem Abriss abgebaut, in mehrere Stücke zerteilt und zwischengelagert“, berichtet Odzuck.

Kein nostalgischer Rückblick beabsichtigt

Ab dem 10. Juni, pünktlich zur Eröffnung der Skulptur-Projekte, soll sie wieder leuchten. Odzuck geht es übrigens nicht darum, nostalgisch auf die verschwundene OFD zurückzublicken – wer auf den in sechs Metern Höhe verlaufenden Stegen läuft, der hat einen guten Blick auf die Abrissbrache und damit einen Raum im Übergang.

"Eine sehr große Ehre"

Odzucks Kunstwerk ist nicht nur eines der aufwendigsten der bevorstehenden Skulpturenausstellung – es ist auch das am bislang weitesten realisierte. Dennoch wird es noch bis Juni dauern, bis es fertiggestellt ist, berichtet der Künstler, für den es übrigens „eine sehr große Ehre“ ist, an den Skulptur-Projekten teilzunehmen. „Schließlich waren bei den vergangen Ausgaben etliche Idole von mir dabei.“

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Vorbereitungen für Ausstellungs-Beginn laufen auf Hochtouren

Derweil laufen auch die Vorbereitungen für die weiteren rund drei Dutzend Kunstwerke auf Hochtouren. Die meisten Genehmigungen liegen bereits vor, berichtet Kuratorin Dr. Marianne Wagner – auch jene für den Steg von Ayse Erkmen, wohl eines der spektakulärsten Projekte der Schau. In einer Halle habe es bereits einen Probeaufbau gegeben. Der „richtige“ Aufbau werde allerdings erst im kommenden Monat erfolgen, da die Verantwortlichen den Stadthafen nicht allzu lange in Beschlag nehmen wollen.

Bauarbeiten in Altstadt starten "kurzfristig"

Bereits kurzfristig sollen die Bauarbeiten für ein Projekt im Herzen der Altstadt starten, berichtet Pressesprecherin Jana Duda. Im Schatten des Buddenturmes wird nach den Plänen von Nicole Eisenman ein Brunnen entstehen. Weitere Standorte seien in Vorbereitung – darunter Innenräume, in denen Videokunst präsentiert werden soll.

Skulptur-Projekt „Jeremy Deller“: Manfred Kosche

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