Musikhalle in Münster
Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters rücken das Anforderungsprofil in den Fokus

Münster -

Der Vorstand der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster greift die Debatte über eine mögliche Musikhalle auf. Die Ansprüche an die Klangqualität und die Akustik eines Konzertsaale stünden im Fokus – und nicht die Standortfrage.

Freitag, 05.05.2017, 08:00 Uhr
 Das Sinfonieorchester der Stadt Münster in der Kunsthalle am Hawerkamp
 Das Sinfonieorchester der Stadt Münster in der Kunsthalle am Hawerkamp Foto: Oliver Berg

Der Vorstand der Freunde und Förderer des renommierten Sinfonieorchesters Münster möchte einen neuen Akzent in der Debatte über einen möglichen Musikcampus an der Hittorfstraße beziehungsweise über ein mögliches Kulturforum auf dem Parkplatz Hörsterstraße setzen.

„Höchste Ansprüche an Klangqualität und Akustik“

Für den Erfolg eines professionellen Konzertsaales sei die kluge Wahl eines geeigneten Standortes zweifelsohne wichtig. „Unsere zentrale Forderung ist es jedoch, höchste Ansprüche an die Klangqualität und die Akustik eines Konzertsaales in den Mittelpunkt der weiteren Überlegungen zu stellen“, heißt es in einem Positionspapier, das der Vorstand um Dr. Heiko Winkler, Jost Springensguth und Prof. Dr. Klaus Anderbrügge an die 750 Mitglieder verschickt hat. „Nur dadurch, dass wir aus musikalischer Perspektive das Beste realisieren, werden wir mit einem Konzerthaus-Projekt in dem komplexen überregionalen Wettbewerb bestehen“, heißt es. Münster sei neben Bottrop die einzige kreisfreie Stadt in NRW ohne eine Musikhalle.

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„Multifunktionale Veranstaltungshallen ungeeignet“

Aus Sicht des Vorstandes seien multifunktionale Veranstaltungshallen ungeeignet, „da solche Hybridlösungen die akustischen Anforderungen an einen erstklassigen Konzertsaal erfahrungsgemäß nicht erfüllen“. Sie erzeugten nicht Synergien, sondern befriedigten die Anforderungen keiner einzigen der beteiligten Parteien, heißt es weiter.

Vielfache Synergieeffekte wären indessen mit einem erstklassigen Konzertsaal als Teil eines größeren Gebäudekomplexes möglich, in dem kulturaffine Nutzer eine neue Heimat fänden.

Als Impuls zur aktuellen Debatte laden die Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters zu einem öffentlichen Gespräch mit Prof. Franz Xaver Ohnesorg ein. Der Intendant des Klavierfestivals Ruhr spricht am 15. Mai um 17 Uhr im Oberen Foyer des Theaters Münsters zum Thema „Neue Säle hat das Land“. 

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