Bernard Homann führt für zwei Jahre die Prinzengarde
Der Prinzenmacher und sein potenzieller Nachfolger

Münster -

Der Immobilienmakler Bernard Homann entscheidet in den kommenden zwei Jahren, wer Karnevalsprinz von Münster wird. Die Prinzengarde wählte ihn in einer turbulenten Versammlung zum neuen Generalprinzmarschall. Auch sein potenzieller Nachfolger steht bereits fest.

Freitag, 05.05.2017, 18:57 Uhr aktualisiert: 05.05.2017, 19:31 Uhr
Bernard Homann (l.) ist neuer Generalprinzmarschall, Paul Middendorf soll der Nachfolger sein.
Bernard Homann (l.) ist neuer Generalprinzmarschall, Paul Middendorf soll sein Nachfolger werden. Foto: Matthias Ahlke

Fakt ist, der Immobilienmakler Bernard Homann ist der neue Generalprinzmarschall der Prinzengarde. Fakt ist auch, dass er das Amt als münsterischer Prinzenmacher nur für zwei Jahre bekleiden wird. Dann ist für ihn Schluss. „Ich stehe zu meinem Wort“, sagt der 68-jährige Karnevalsprinz des Jahres 2016.

Dann soll ihm der selbstständige Handwerksmeister Paul Middendorf (54) folgen. Doch ob der Karnevalsprinz des Jahres 2015 aus Amelsbüren automatisch das hohe Amt des Generalprinzmarschalls auch übernehmen kann oder dann erst noch von der Prinzengarde gewählt werden muss, darüber streiten sich am Tag nach der turbulenten Frühjahrsversammlung die Gelehrten unter den prinzlichen Kappenträgern. Interpretationsspielräume sind nicht zuletzt aufgrund einer fehlenden Satzung genügend gegeben. Middendorf jedenfalls geht davon fest aus, dass er der kommende „Geprima“ ist.

Die Wellen schlugen hoch im Zwei-Löwen-Club, als es für den Freundeskreis aus ehemaligen Prinzen von Münster darum ging, einen neuen Chef zu wählen. Generalprinzmarschall Matthias Christenhusz hatte sich mit seinem Team nach drei Jahren verabschiedet.

In der Nachfolgefrage spaltete sich die Prinzengarde in zwei Lager. Die jüngeren Mitglieder unterstützten den älteren Kandidaten Homann, die älteren den jüngeren Middendorf. Am Ende einigten sich beide Bewerber in einer Sitzungsunterbrechung auf den Kompromiss, dass zunächst Homann für zwei Jahre „Geprima“ ist und dann Middendorf folgen soll.

Homann tritt dafür an, den „Stellenwert der Prinzengarde zu erhöhen und die Außenwirkung zu verbessern“. Zum Team gehören Planungsmarschall Thomas Straßburg und Hofmarschall Detlev Simon. Christoph Wintgen kümmert sich um die Finanzen. Der neue Prinz soll noch in diesem Monat präsentiert werden.

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