Bahnübergang
Ampel-Streit dreht sich um 1,5 Mio.

Münster -

Weil sich Ampeln des Landbetriebs Straßen NRW und Schrankentechnik der Bahn nicht verstanden, treffen sich beide Seiten nun vor Gericht. Es geht um 1,5 Millionen Euro.

Sonntag, 07.05.2017, 09:10 Uhr aktualisiert: 07.05.2017, 09:32 Uhr
Bis die Signal- und Schrankentechnik der Bahn an der Kreuzung Warendorfer Straße/Alter Mühlenweg repariert war, dauert es lange.
Bis die Signal- und Schrankentechnik der Bahn an der Kreuzung Warendorfer Straße/Alter Mühlenweg repariert war, dauert es lange. Foto: Matthias Ahlke

Manch einer wird sich erinnern, als ab dem Jahr 2011 an mehreren Bahnübergängen – unter anderem am Alten Mühlenweg und der Mondstraße – Schrankenwärter mit Absperrband im Einsatz waren.

Am 18. Mai streiten sich nun die Deutsche Bahn Netz AG und der Landesbetrieb Straßen-NRW vor dem Verwaltungsgericht Münster, wer eigentlich für die entstandenen Kosten aufkommen muss. Das ist keine kleine Sache: Es geht um 1,5 Millionen Euro, die die Bahn von Straßen-NRW fordert.

Der Landesbetrieb hatte damals defekte Ampeln repariert, doch das moderne Steuerungsgerät verstand sich nicht mehr mit den deutlich älteren Schranken- und ­Signalanlagen der Bahn. ­Daher wurden an den ­Bahnübergängen monatelang Baustellenampeln errichtet und Sicherungspersonal eines Bahn-Schwesterunternehmens eingesetzt.

Mehr zum Thema

Endlich: Neue Ampel für Handorf [21.05.2014]

Posse bald vorbei: Bahnübergang in Handorf seit Jahren in Handbetrieb  [28.02.2014]

Seit 2011: Bahn kann Ersatzteil nicht liefern  [11.02.2014]

Gravierender Defekt: Ampel sorgt für Staus auf der Warendorfer- und der Mondstraße  [22.01.2014]

...

Nach Ansicht der Bahn fallen Baustellenampeln in den Bereich von Straßen- NRW. Von dort heißt es, die Sicherung der Kreuzung von Eisenbahn mit Straßen durch Lichtzeichen gehöre zu den Pflichten der Bahn.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4815678?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker