Beschwerde gegen Beamte
Student kritisiert Polizei scharf

Münster -

Weil er Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben soll, wurde ein Student vernommen. Gegen mehrere Beamte richtet sich jetzt seine scharfe Kritik.

Dienstag, 16.05.2017, 09:00 Uhr aktualisiert: 16.05.2017, 11:57 Uhr
Ein Student wirft Polizeibeamten vor, ihn vorverurteilt und unter Druck gesetzt zu haben.
Ein Student wirft Polizeibeamten vor, ihn vorverurteilt und unter Druck gesetzt zu haben. Foto: Oliver Werner

Weil er Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben soll, wurde ein Student in eine Polizeidienststelle bestellt. Jetzt wirft der Student gleich mehreren Beamten vor, ihn vorverurteilt und unter Druck gesetzt zu haben.

Der Student fuhr mit dem Fahrrad verbotenerweise entgegen der Fahrtrichtung durch die Einbahnstraße „Lühnstiege“. Ein Fahrradpolizist hielt ihn an und wies ihn auf sein Vergehen hin.

20 Euro sollte der Fehler kosten. Er habe jedoch nur noch genau so viel Geld und müsse sich etwas zu Essen kaufen, erklärte der Student dem Polizisten. Der Beamte kommentierte die Aussage nicht. Es sei zu einer Aus­ einandersetzung gekommen, so der Student. Der Polizist habe ihn am Arm gezogen, wovon er eine Quetschung davongetragen habe.

Bei der Vernehmung auf dem Revier habe sich der Student in die Ecke gedrängt gefühlt. Zwar habe er seine Ansicht schildern können, sie sei aber nicht in den Polizeibericht aufgenommen worden.

Den Vorfall kommentierte Polizeipressesprecher Roland Vorholt nicht, weil „zu einem laufenden strafrechtlichen Verfahren“ keine Angabe gemacht werde. Ermittelt wird gegen den Studenten – wegen Widerstand. Die Beschwerde werde aber geprüft. „Beschwerden werden ernst genommen und nicht als lästiges Übel abgetan“, so Vorholt. Pro Jahr gebe es etwa 130 Beschwerden gegen die Fachaufsicht, 70 davon betreffen das Verhalten von Beamten.

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