Zuchtprogramm im Allwetterzoo Münster
Seltene Affen sollen in Brasilien-WG für Nachwuchs sorgen

Münster -

„Liebe auf den ersten Blick!“ In Münster sollen die stark bedrohten Zweifarbtamarine für Nachwuchs sorgen. Und der Start der seltenen Affen nach ihrem Einzug in eine brasilianische WG im Allwetterzoo lief durchaus vielversprechend.

Dienstag, 16.05.2017, 14:45 Uhr aktualisiert: 16.05.2017, 15:17 Uhr
Jill und Jack heißen die beiden Zweifarbtamarine, die neu ins Affenhaus eingezogen sind.
Jill und Jack heißen die beiden Zweifarbtamarine, die neu ins Affenhaus eingezogen sind. Foto: Christoph Matzke/Allwetterzoo

Als dritter Zoo in Deutschland präsentiert der Allwetterzoo jetzt Zweifarbtamarine. Nachdem zunächst Weibchen Jill ihr neues Gehege im Affenhaus eingezogen war, kam am nächsten Tag Männchen Jack hinzu, berichtet der Tierpark in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Es war Liebe auf den ersten Blick!“ Die beiden hätten sich sofort gut verstanden und sich bereits am ersten Abend ihren Schlafplatz geteilt.

Die aus Brasilien stammende, ausschließlich im Amazonasbecken vorkommende Primatenart sei stark bedroht, so der Allwetterzoo. Es werde vermutet, dass es nur noch maximal 2000 frei lebende Exemplare gibt.

Natürlicher Lebensraum wird zerstört

Der natürliche Lebensraum des tropischen Regenwaldes werde durch Waldrodung immer mehr zerstört, wodurch die Population in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet extrem zurückgegangen sei.

Die zur Gruppe der Krallenaffen gehörenden Primaten leben in kleinen Gruppen zusammen und werden von einem dominanten Weibchen geführt. Die Männchen helfen bei der Jungtieraufzucht und tragen die Jungen auf ihren Rücken umher. Nur zum Säugen werden die kleinen Affen zum Muttertier gebracht.

Allwetterzoo Münster zeigt seinen Nachwuchs

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  • Im Frühling haben zahlreiche Jungtiere im Allwetterzoo Münster das Licht der Welt erblickt oder ihre Höhlen und Beutel verlassen. Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers stellte sie am Freitag vor.

    Foto: hpe
  • Im Frühling haben zahlreiche Jungtiere im Allwetterzoo Münster das Licht der Welt erblickt oder ihre Höhlen und Beutel verlassen. Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers stellte sie am Freitag vor.

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  • Im Frühling haben zahlreiche Jungtiere im Allwetterzoo Münster das Licht der Welt erblickt oder ihre Höhlen und Beutel verlassen. Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers stellte sie am Freitag vor.

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  • Im Frühling haben zahlreiche Jungtiere im Allwetterzoo Münster das Licht der Welt erblickt oder ihre Höhlen und Beutel verlassen. Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers stellte sie am Freitag vor.

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WG mit Gürteltier Heidi

Zukünftig möchte der Allwetterzoo mit dem Pärchen züchten. Die Haltung der empfindlichen Zweifarbtamarine gilt als sehr schwierig. Insbesondere die richtige Ernährung mit viel Gemüse und Insekten und wenig Obst spielt eine wichtige Rolle.

Als weitere Bewohnerin befindet sich Gürteltier-Weibchen Heidi in der Anlage. Die Arten haben im Regenwald einen ähnlichen Lebensraum, sodass sie gemeinsam gehalten werden können.

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