„Business Breakfast“ zeigt den Nutzen industriellen 3D-Drucks
Bislang Unmögliches wird denkbar

Münster-Roxel -

Mit industriell genutzter 3D-Druck-Technologie werden Produktionsverfahren und Kon­struktionen denkbar, die bislang unmöglich schienen. Davon können gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Diese Botschaft vermittelte Produkt-Designer Jochen Keuschnig laut einer Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung Münster (WFM) den mehr als 100 Gästen beim „Business Breakfast“ bei der Systec GmbH in Roxel.

Dienstag, 16.05.2017, 20:30 Uhr
Beim „Business Breakfast“ bestaunten Architekt Uwe Landheer, Achim Friedrich von der Sparkassen Immobilien GmbH und Gerold Berges von Krukenkamp einen 3D-Drucker.
Beim „Business Breakfast“ bestaunten Architekt Uwe Landheer, Achim Friedrich von der Sparkassen Immobilien GmbH und Gerold Berges von Krukenkamp einen 3D-Drucker. Foto: WFM

In der Fertigungshalle des Automationsunternehmens nutzten zahlreiche führende Köpfe ganz verschiedener münsterischer Unternehmen auf Einladung der WFM den Anlass, sich über das aktuelle Wirtschaftsthema zu informieren und die Kontakte untereinander zu pflegen. „Im Hause der Systec erhalten wir eine eindrucksvolle Vorstellung von der Leistungsfähigkeit und dem Potenzial des 3D-Drucks“, erklärte WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers.

Als ursprüngliches Steuerungstechnik-Unternehmen, das seit den 2000er-Jahren mit den einbaufertigen Li-nearrobotern „DriveSets“ am Markt erfolgreich sei, verfüge die Systec GmbH über viel Spezial-Know-how, auch 3D-Druck-Anwendungen zuverlässig zu steuern und zu bewegen, führte Geschäftsführer Tilmann Wolter aus. Der Weg seines Unternehmens zum Anbieter eigener 3D-Drucker für die Fertigung großer Objekte stehe beispielhaft für die Chancen dieser Zukunftstechnologie für den Mittelstand. Bei einer Prototypen-Entwicklung wurden im Jahr 2013 größere 3D-gedruckte Gehäuseteile benötigt. Als die münsterischen Mechatronik-Experten feststellten, dass Objekte in den gewünschten Dimensionen nicht erhältlich waren, entwickelten sie kurzerhand ein eigenes System. Die Reihe von 3D-Druckern für große Bauteile wird mittlerweile unter dem Markennamen „inv3nt“ vertrieben.

Zum Nutzen industriellen 3D-Drucks für den Mittelstand hatte Jochen Keuschnig plastische Beispiele parat. In der Architektur ließen sich etwa Modelle schnell und kostengünstig einfach direkt aus der CAD-Software heraus ausdrucken. Externer Modellbau werde unnötig.

Vielfache Nutzungsmöglichkeiten gebe es bei der Orthopädietechnik. Zu denken sei beispielsweise an die flexible und kostengünstige Fertigung von Orthesen für Jugendliche, die wegen des schnellen Wachstums der Patienten immer wieder neu angepasst werden müssten. Ein Hersteller von Lastenfahrrädern sei wiederum begeistert gewesen, als er sich bei der Systec über die Herstellung individueller Transportboxen im 3D-Druck-Verfahren informierte, heißt es weiter.

Dass es kaum einen Bereich gibt, der durch 3D-Drucker-Einsatz nicht optimiert werden könnte, bekräftigte Keuschnig mit dem Verweis auf die komplexen Produktionsbedingungen in der Auto-Industrie.

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