Wirtschaftsförderungs-Gesellschaften
Hochschulen sind wichtigste Treiber

Münster -

Oberbürgermeister Markus Lewe hat die Jahrestagung des deutschen Verbandes der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften (DVWE) eröffnet. Mehr als 70 Akteure aus dem gesamten Bundesgebiet beschäftigten sich hier mit aktuellen Herausforderungen und Fragestellungen der Wirtschafts-, Struktur- und Standortförderung.

Donnerstag, 18.05.2017, 22:00 Uhr aktualisiert: 19.05.2017, 10:17 Uhr
Der geschäftsführende  DVWE-Vorstand mit (v.l.) Dr. Thomas Robbers und Oberbürgermeister Markus Lewe
Der geschäftsführende  DVWE-Vorstand mit (v.l.) Dr. Thomas Robbers und Oberbürgermeister Markus Lewe Foto: Martin Rühle

Durch das Programm führte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH Er leitet den DVWE als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender seit 2002, und wurde jetzt in Münster für weitere zwei Jahre wiedergewählt, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Lewe erklärte, dass Münsters Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung gut aufgestellt seien. Er sprach aber auch von der Notwendigkeit, sich den Herausforderungen der Standortentwicklung zu stellen: „Münster ist in einer Situation wie viele Städte: Wenn wir nicht auf die wesentlichen Einflussfaktoren achten, laufen wir Gefahr, den erfolgreichen Weg zu verlassen“, gab das Stadtoberhaupt zu bedenken.

Es gelte unter anderem, weiterhin Arbeitsplätze zu schaffen, bezahlbaren Wohnraum anzubieten, die funktionierende Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten und die heterogene Bildungslandschaft fortzuentwickeln. Darüber hinaus müssten Potenziale erkannt und gefördert werden.

Die Stadt habe hierfür den Zukunftsprozess „Münsters Zukünfte 20|30|50“ mit großer Beteiligung initiiert. Bürger, Wissenschaftler, Wirtschaft, Verwaltung und Politik seien aufgerufen, gemeinsam Antworten auf Zukunftsfragen zu finden.

Verbandschef Robbers ging auf mehrere Themen ein, über die es sich in den kommenden Jahren zu diskutieren lohne: zum Beispiel das hiesige Bevölkerungswachstum von heute 310 000 Einwohnern auf perspektivisch 335 000.

„Das ist eine Riesen-Chance für eine Stadt, die sich schwer tut, ausreichend Wohnraum nachzuweisen. Flächenmäßig ist Münster nach Köln die zweitgrößte Stadt in NRW. Und wenn es zum Beispiel der kleineren Rheinmetropole Düsseldorf gelingt, mehr Wohnraum zu schaffen, dann sollte das hier auch klappen“, forderte er. Auch Robbers bezeichnete die Hochschulen als Treiber für Münsters Identität, Entwicklung und Wirtschaft: „Was würde passieren, wenn Studierende nicht mehr vor Ort wären, sondern im Zuge der Digitalisierung überall in der Welt ihren Studien nachgingen?“

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