Leben und Werk von Cäsar Pinnau
Architektur für die Mächtigen der Welt

Münster -

In seiner Reihe „A-Z Architekten“ lädt der Bund Deutscher Architekten (BDA) am Montag (22. Mai) zu einem besonderen öffentlichen Abend über den umstrittenen Gebäudeplaner Pinnau ein.

Sonntag, 21.05.2017, 09:00 Uhr
Pinnaus Hauptwerk in Münster, das Bankhaus Lampe, ist charakteristisch für das Gesamtwerk des Architekten
Pinnaus Hauptwerk in Münster, das Bankhaus Lampe, ist charakteristisch für das Gesamtwerk des Architekten Foto: Roland Borgmann

Viele Münsteraner werden mit dem Bankhaus Lampe (1962) am Domplatz sein Hauptwerk in Münster kennen, und doch ist der Architekt Cäsar Pinnau eher nur wenigen vertraut. In seiner Reihe „A-Z Architekten“ lädt der Bund Deutscher Architekten (BDA) am Montag (22. Mai) zu einem besonderen öffentlichen Abend über den umstrittenen Gebäudeplaner Pinnau ein. Beginn ist um 19 Uhr im Foyer der Bezirksregierung, Domplatz 1-3. Der Eintritt ist frei. Besucher können zuvor um 17.30 Uhr das Bankhauses Lampe besichtigen. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang.

Architekturhistoriker Ulrich Höhns wird in seinem Vortrag „Zwischen Avantgarde und Salon – Architektur aus Hamburg für die Mächtigen der Welt“ den Werdegang Cäsar Pinnaus (1906-1988) anschaulich vorstellen. Zu den frühen Arbeiten von Cäsar Pinnau zählen repräsentative Villen sowie die Innengestaltung von Luftschiffen und Schnelldampfern, heißt es in einer Pressemitteilung des BDA. Als selbstständiger Architekt ab 1937 wird er von Albert Speer entdeckt und bis 1945 im NS-Regime mit Staatsaufträgen versorgt. Sowohl die Innengestaltung der Neuen Reichskanzlei sowie der Japanischen Botschaft werden ihm zugeschrieben.

Ab 1944 wirkt er im Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte mit. Als er sich nach 1945 in seiner Heimatstadt Hamburg erneut selbstständig macht, konzentriert er sich erfolgreich auf private Auftraggeber, die ihn in der Wirtschaftswunderzeit umfangreich bedenken.

Pinnau war zeitlebens der Hausarchitekt von Rudolf-August Oetker, zu dessen Konzern auch die private Lampe-Bank zählt. In Münster entwarf er neben dem Bankhaus Lampe unter anderem ein Landhaus (1979), die RWB-Unternehmensberatung (1982) an der Regina-Protmann-Straße, eine Wohnanlage am Ohmweg (1984) und das Wohn- und Geschäftshaus am Rosenplatz (1985/86).

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