Nilgänse gesichtet
Nilgänse tauchen im Kreuzviertel auf

Münster -

Im Kreuzviertel spaziert ein Nilgänse-Paar durch die Gärten. Laut Beobachtungen von Anliegern soll der Kirchturm von Heilig Kreuz Brutstätte von sechs Küken gewesen sein, die beim Sprung aus dem Nest nicht alle überlebt haben.

Samstag, 20.05.2017, 17:00 Uhr
Nilgänse machten derzeit Gärten im Kreuzviertel ihre Aufwartung. Sie sollen im Kirchturm der Kreuzkirche gebrütet haben.  
Nilgänse machten derzeit Gärten im Kreuzviertel ihre Aufwartung. Sie sollen im Kirchturm der Kreuzkirche gebrütet haben.   Foto: Silke Kuhlmann

Nilgänse machen derzeit im Kreuzviertel die Runde und Streifzüge durch die Gärten. Wer jetzt an Dreharbeiten etwa um den Gänsejungen Nils Holgersson denkt, der ist schiefgewickelt. „Obwohl ich zunächst dachte, ich bin im falschen Film“, erzählte Silke Kuhlmann. Sie kam am Dienstag vom Einkaufen nach Hause und bekam zunächst einen Schrecken, als es in ihrem Garten an der Kampstraße schnattrig lärmte. Doch dann entdeckte sie eine Nilgans-Familie mit einem Küken unter der Treppenstufe zur Terrasse.

Ungewöhnlicher Besuch mit dunklen Augenflecken

Diesen ungewöhnlichen Besuch mit dunklen Augenflecken und einem rotbraunen Rückengefieder fing sie als schmuckes Fotomotiv ein. Die Bilder ließ sie Hans-Uwe Schütz von der Biologischen Station in den Rieselfeldern zukommen, der die Vögel als Nilgänse identifizierte. Der Name leitet sich übrigens vom Fluss Nil in der Heimat dieser Art in Ägypten und dem vorderen Orient ab.

Bevor die Nilgänse die Gärten ansteuerten, soll laut Beobachtungen der Kirchturm der Kreuzkirche als Brutstätte für sechs Küken gedient haben. Dies war zu viel für den dort ansässigen Turmfalken, der die Flatter gemacht haben soll. Angeblich haben nur zwei der Küken den Sprung aus dem Nest in luftiger Höhe überlebt.

Als Brutplatz bevorzugt sie höhere Plätze.

Hans-Uwe Schütz

In Silke Kuhlmanns Garten ist nur ein Küken eingekehrt, das mit seinen Nilgans-Eltern nach einer Weile auch wieder verschwunden war, um eine Stunde später wieder aufzukreuzen. „Diesmal sah das Küken jedoch anders aus, vielleicht wurde das weitere Küken in meinem Garten gesucht“, vermutet die Tierfreundin aus dem Kreuzviertel.

Gänse fühlen sich an Wasserflächen wohl

Nach Auskunft von Hans-Uwe Schütz gehört die Nilgans zur Gruppe der Halbgänse. Sie sei kleiner als die normale Gans und gehöre nicht zur heimischen Tierwelt. Doch sei die Nilgans hier mittlerweile nicht ungewöhnlich und eine eingebürgerte Art. „Als Brutplatz bevorzugt sie höhere Plätze“, berichtet Schütz. Wohl fühlt sich diese gefiederte Art an Wasserflächen, wie an der Promenade und am Aasee, informiert der Experte.

Während Silke Kuhlmann von der Schönheit der Nilgänse begeistert war, bekam ihre Katze Mila einen Riesenschreck ob dieses ungewöhnlichen Besuches. Und dies brachte sie mit einem Buckel und einem buschigen Schwanz zum Ausdruck.

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